Kantersieg zum Auftakt!Aber eine Sache wurmt den Gladbach-Trainer gewaltig

Fussballer Tim Kleindienst und Trainer Eugen Polanski

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Fussballer Tim Kleindienst und Trainer Eugen Polanski.

Die Fohlen zünden ein Tor-Feuerwerk in Wuppertal, doch Coach Polanski ist nicht vollends zufrieden.

Was für ein Startschuss für Borussia Mönchengladbach! Das erste Vorbereitungsspiel der neuen Saison wurde direkt zu einer echten Tor-Show. Vor 4600 Zuschauern im ehrwürdigen Stadion am Zoo fertigte die Fohlenelf den Oberligisten Wuppertaler SV mit einem deutlichen 6:0 ab. Ein klares Statement, aber Übungsleiter Eugen Polanski fand dennoch einen Kritikpunkt. Das berichtet die „Rheinische Post“.

Direkt sechs neue Akteure gaben bei dieser Gelegenheit ihren Einstand im Trikot der Borussia. In der ersten Halbzeit durften Enzo Leopold und Isac Lidberg ran, nach dem Seitenwechsel folgten Daniel Batz, Yukhym Konoplia, Jan Leszczynski sowie David Herold. Einzig Neuzugang Zento Uno musste noch zuschauen. Der Japaner arbeitet nach seiner Sprunggelenksverletzung im Borussia-Park an seiner Rückkehr. 

Ullrich verletzt – Biber hilft hinten links aus

Die jungen Talente standen ebenfalls im Fokus – und das begann mit einem frühen Schreck! Bereits nach fünf Minuten musste Lukas Ullrich nach einem heftigen Zusammenprall in der Luft angeschlagen vom Feld. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Polanski später betonte. Für ihn rückte der erst 17-jährige Edin Biber auf die Linksverteidigerposition und meisterte diese Aufgabe hervorragend. Auch Mathieu Nguefack und der quirlige Iaia Manco Danfa konnten überzeugen.

Ein anderer Nachwuchsspieler hatte hingegen einen gebrauchten Tag. Fritz Fleck hätte das Resultat eigentlich weiter nach oben schrauben müssen, doch aus idealer Position jagte er die Kugel weit über das Gehäuse. Es war eine von zahlreichen ausgelassenen hochkarätigen Möglichkeiten an diesem Nachmittag.

Die Konkurrenz für Top-Stürmer Tim Kleindienst nutzte die gebotene Bühne. Isac Lidberg legte in der ersten Hälfte die riesige Gelegenheit für Fleck auf, ein eigener Torerfolg blieb ihm aber verwehrt. Besser lief es für Iaia Manco Danfa, der nach der Pause für den Endstand sorgte und zudem einen Strafstoß herausholte. Kleindienst selbst war nur Zuschauer – er absolvierte in Absprache mit dem Trainerteam eine individuelle Einheit, um nach seiner langen Zwangspause langsam wieder herangeführt zu werden.

Einen echten Gänsehaut-Moment bescherte die Rückkehr von Nathan Ngoumou, der nach mehr als 15 Monaten Verletzungspause sein Comeback zelebrierte. Aus taktischer Sicht überraschte Polanski mit einer Systemänderung hin zu einer 4-2-3-1-Formation. Sein Fazit klang erst mal gut: „Wir hatten gutes Tempo im Spiel – mit und gegen den Ball.“

Doch dann folgte das große Manko! Die Verwertung der Torchancen war dem Coach ein echter Dorn im Auge. „In meiner Zählung ist es so, dass wir sechs Tore machen und sechs nicht machen“, rechnete Polanski unmissverständlich vor. „In der ersten Halbzeit haben wir vier Fahrkarten geschossen, in der zweiten Halbzeit zwei. Da haben wir noch Luft nach oben.“ (red)

Gladbachs Iaia Manco Danfa im Testspiel gegen den Wuppertaler SV.

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