Angespannte Personal-LageGladbach in Not – Schröder dementiert Gerücht

Beim Gladbach-Spiel brüllt Sport-Boss Rouven Schröder.

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Rouven Schröder verzweifelt aktuell nicht nur an den Ergebnissen von Borussia Mönchengladbach.

Die personellen Sorgen bei Borussia Mönchengladbach bleiben akut, mit einem Gerücht konnte Sport-Boss Rouven Schröder immerhin aufräumen.

Die 1:2-Schlappe gegen die TSG Hoffenheim war schon bitter genug, doch der verletzungsbedingte Abgang von Isac Lidberg sorgt für noch mehr Kopfzerbrechen. Ausgerechnet, nachdem der Stürmer mit einer starken Aktion das 1:1 von Wael Mohya eingeleitet hatte, war für ihn in der 51. Minute Schluss. Der Oberschenkel machte dicht.

Eine ganz schlechte Nachricht, da schon am Freitag (20.30 Uhr) das Duell beim VfB Stuttgart ansteht. Trainer Alexander Blessin bestätigte den erzwungenen Tausch: „Ich hätte ihn nicht runtergenommen, aber er hatte Probleme, deshalb mussten wir ihn auswechseln.“

Gladbach droht jetzt auch im Sturm ein Engpass

Ein möglicher Ausfall von Lidberg wäre für die Borussia ein echtes Desaster. Da auch Kapitän Tim Kleindienst (Muskelfaserriss) passen muss, ist er der letzte verbliebene Stürmertyp mit der nötigen Physis und Größe im Angriffszentrum.

Zwar feierte Talent Iaia Manco Danfa gegen Hoffenheim sein Bundesliga-Debüt, doch ein Startelf-Einsatz in Stuttgart ist für ihn wohl keine Option. Jetzt heißt es abwarten, was die medizinischen Checks bei Lidberg ergeben. Das berichtet die „Rheinische Post“.

Als ob das nicht schon genug wäre, herrschte schon vor dem Spiel große Unruhe um Abwehr-Juwel Jan Leszczynski. Der Verein hatte eine Kniestauchung kommuniziert, woraufhin die „Bild“ mit einem Bericht über einen angeblichen Meniskusriss bei dem Polen für mächtig Aufsehen sorgte.

Mit diesen Gerüchten räumte Sportchef Rouven Schröder am Sonntagabend auf. Er widersprach dem Bericht vehement: „Wir hatten eine Kniestauchung genannt. Dann wurde von außen interveniert, obwohl wir nichts anderes gesagt haben.“

Schröder stellte klar, dass Leszczynski in Behandlung sei und keine Operation stattfinden werde. „Das ist Fakt“, betonte er. Dennoch wird der Verteidiger den Fohlen in den Partien gegen Stuttgart, Karlsruhe (Pokal) und Paderborn fehlen.

Für den jungen Polen, der im Sommer für drei Millionen Euro von Legia Warschau kam und sich auf Anhieb ins Rennen um die Stammplätze einmischte, ist die Verletzung ein herber Rückschlag. Sein Fehlen verschärft die Sorgen in der Defensive zusätzlich, da mit Ko Itakura bereits ein Innenverteidiger ausfällt.

Der Verletzungs-Fluch bei Borussia scheint in dieser Saison kein Ende zu nehmen. Leszczynski reiht sich in eine schier endlose Liste von Sommer-Neuzugängen ein, die es kurz nach ihrem Wechsel erwischte. Dazu zählen Zento Uno, Yukhym Konoplia, Daiki Hashioka, Nicolas Kühn, Enzo Leopold und eben Itakura. Einzig Ersatztorwart Daniel Batz kam bisher ohne nennenswerte Ausfallzeit durch.

Die gesamte Verletztenliste, auf der auch Namen wie Fabio Chiarodia, Jens Castrop, Franck Honorat und Tim Kleindienst stehen, zeigt, wie arg gebeutelt die Borussia während des katastrophalen Saisonstarts ist.

„Wir hoffen, dass es bei Isac nichts Schlimmeres ist. Es wäre maximal schlimm, wenn noch eine Verletzung hinzukommt“, so Schröder. Immerhin machte er bei Nicolas Kühn etwas Hoffnung: „Am Freitag kommt er vielleicht zurück, aber dann ist er natürlich kein Startelfkandidat.“ (red)