Bei Gladbach gescheitertBorussia-Flop nach Millionen-Transfer aufgeblüht

Beim Spiel von Racing Straßburg hat Giovanni Reyna den Ball am Fuß.

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Giovanni Reyna überzeugt aktuell nicht nur im Trikot von Racing Straßburg.

In Gladbach sollte Giovanni Reyna eigentlich den nächsten Schritt machen. Nach seinem Abschied im Sommer deutet jetzt vieles auf eine Wende hin.

Giovanni Reyna (23) galt einst als eines der größten Talente der Bundesliga. Bei Borussia Dortmund schaffte der US-Amerikaner bereits als Teenager den Durchbruch. Immer wiederkehrenden Verletzungen sowie Leistungsschwankungen bremsten seine Entwicklung allerdings aus.

Im Sommer 2025 folgte dann der Wechsel zu Borussia Mönchengladbach. Doch auch dieser Schritt brachte nicht die erhoffte Wende. Reyna kam lediglich auf 510 Minuten in 19 Bundesliga-Einsätzen und erzielte dabei nur ein Tor. Unter dem Strich blieb der auf dem Papier so vielversprechende Techniker ein Transfer-Flop.

Reyna bekommt endlich das Vertrauen

Nach nur einem Jahr am Niederrhein folgte im Sommer der Wechsel zu Racing Straßburg in die Ligue 1. Drei Millionen Euro Ablöse kassierte Sport-Boss Rouven Schröder (50) immerhin noch. Vorgänger Roland Virkus (59) hatte ein Jahr zuvor allerdings sogar eine Million mehr ausgegeben.

Der millionenschwere Tapetenwechsel scheint den 23-jährigen Offensivspieler zurück in die Spur gebracht zu haben: In Straßburg ist Reyna deutlich stärker in den Mittelpunkt gerückt.

Trainer Hugo Oliveira setzt auf den US-Amerikaner als einen von zwei Achtern in seinem 4-3-3-System. Bereits in seinen ersten fünf Ligue-1-Einsätzen stand Reyna viermal in der Startelf und erzielte beim 6:2-Sieg gegen Troyes (6. September) sein erstes Tor für den neuen Klub.

Auch im Nationaldress läuft es beim US-Amerikaner wieder besser. Der Ex-Gladbacher stand zwischen Ende August und Anfang Oktober für Verein und Nationalmannschaft siebenmal in Folge in der Startelf.

Reyna überzeugt auch wieder in der US-Auswahl

Beim 1:0 der USA gegen Kanada (7. Oktober 2026) folgte anschließend der achte Startelfeinsatz in Serie. So oft war Reyna in seiner Profikarriere zuvor noch nie am Stück von Beginn an aufgelaufen.

Reyna selbst sagte nach dem 3:0-Sieg gegen Mexiko (4. Oktober): „Ich habe das Gefühl, dass ich langsam wieder vollständig zu mir selbst finde.“ Nationaltrainer Mauricio Pochettino (54) schwärmt weiterhin von den Qualitäten seines Spielers.

Reyna verstehe das Spiel auf einem hohen Niveau, lobte der Argentinier. Besonders seine enge Ballführung, seinen ersten Kontakt und seine Fähigkeiten im Kombinationsspiel hob Pochettino hervor.

Für Gladbach bleibt damit vor allem ein Blick zurück. Reyna konnte am Niederrhein nie dauerhaft zeigen, warum er einst als eines der größten Talente Europas galt. Nun scheint der 23-Jährige in Straßburg Schritt für Schritt zu alter Stärke zurückzufinden.

Für die Borussia kommt diese Entwicklung zur Unzeit – denn vielleicht zeigt Reyna gerade jetzt, was in ihm steckt und was Gladbach vor seinem Wechsel erwarten konnte.