Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von GladbachLIVE steht zur Verfügung:  ↻ Aktualisieren

Von

Extravagantes Neu-Fohlen Auch Wolf wird Borussia guttun – Fans feiern ersten Volltreffer

Hannes Wolf verlässt mit seiner Freundin Teresa den Borussia-Park, nachdem er für ein Jahr in Gladbach unterschrieben hat.

Hannes Wolf verlässt mit seiner Freundin Teresa den Borussia-Park, nachdem er für ein Jahr in Gladbach unterschrieben hat.

Mönchengladbach - Borussias erster Neuer für die Saison 2020/21 ist zuletzt mehr abseits des Rasens als sportlich aufgefallen. Hannes Wolf (21) sollte für seinen Hang zum Bling-Bling nicht verurteilt werden. Denn von auffälligen Typen hat Gladbach im ersten Jahr unter Trainer Marco Rose enorm profitiert. Was zählt, ist am Ende immer die Leistung. Der GladbachLIVE-Kommentar zum Wolf-Wechsel.

Neben dem Platz hat Hannes Wolf in den vergangenen Monaten oftmals ein extravagantes Bild vermittelt: Ein Protz-Video mit Rolex und Privatjet sorgte für Schlagzeilen, auf Geheiß seines Klubs RB Leipzig löschte er es wieder. Zuletzt machte Wolf Urlaub auf Mykonos und gönnte sich ein Blattgoldsteak bei Starkoch Nusret Gökçe. Seit Ex-Bayern-Star Franck Ribéry (37) ein solches verspeiste, ist es zum Symbol für dekadente Profifußballer geworden.

Profifußballer zwischen Demut und Extravaganz

Sein erstes Interview als Spieler von Borussia Mönchengladbach gab Wolf am Dienstag mit einem Diamant-Ohrstecker. Das gesamte Outfit dürfte das eine oder andere durchschnittliche Monatsgehalt verschlungen haben. Doch wer Wolf ins immer noch sehr jugendliche Gesicht schaute und ihm mit leicht nervöser Stimme über seinen Wechsel sprechen hörte, der konnte beileibe nicht den Großkotz erkennen, als der er zuletzt häufig dargestellt wurde.

Fußballer sind gerade in Zeiten wie diesen eine widersprüchliche Projektionsfläche: Einerseits wird in der Krise auch und vor allem von den privilegierten jungen Männern Demut verlangt. Andererseits bedienen sie weiterhin die nachvollziehbaren Sehnsüchte eines Millionenpublikums. Zu oft werden Äußerlichkeiten und Verhaltensweisen im Privaten benutzt, um auf die charakterliche und sportliche Eignung für eine Mannschaft zu schließen.

Thuram, Embolo, Bensebaini tun Gladbach gut

Dabei hat Borussia in der vergangenen Saison davon profitiert, dass der Kader um auffallende Typen wie Marcus Thuram (22), Breel Embolo (23) und Ramy Bensebaini (25) erweitert wurde.

Zur Erinnerung: Thuram lässt sich in jedem Urlaub die Haare bunt färben, auch von ihm gibt es ein Video mit Golduhren und Ferraris. Der Franzose ist der Liebling der Fans. Embolo besitzt einen mit Samt überzogenen Bus, in den ein Mini-Kino eingebaut wurde. Bensebaini lernten viele vor seinem Wechsel durch eine Szene kennen, in der er sich die Hand seines Gegenspielers ins Gesicht zog, um eine Tätlichkeit zu schinden.

Hannes Wolf: Sein erstes Interview als Fohlen

Borussia hat diese Dosis an Bling-Bling und Schweinehundigkeit sportlich geholfen. Auch Wolf verdient es, nicht zuerst an Brillanten, Goldsteaks und zerrissenen Jeans gemessen zu werden, sondern an seinen Taten auf dem Rasen. Zumal noch in der Startphase von Marco Rose die Diskussion schwelte, ob die Fohlen zu brav und der Verein zu sehr Wohlfühloase sei.

Diese Aussage wird die Borussia-Fans freuen

Mit einer Aussage hat Wolf gleich mal einen Volltreffer bei den Fans gelandet. „Borussia hatte sportlich wieder eine super Saison, spielt jetzt Champions League“, sagte der ehemalige Salzburger und Leipziger über seine Entscheidung für Gladbach. „Und es ist einfach mal ein Traditionsverein. Das hatte ich so noch nie.“

An Motivation, nach einem verkorksten Jahr wieder in die Spur zu finden und unter seinem fußballerischen Ziehvater Rose zu wachsen, dürfte es Wolf nicht mangeln. Er könnte das letzte Puzzleteil sein, das in der ohnehin schon glänzend besetzten Offensive noch fehlte.