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Von , , Achim Müller

Gladbachs großes Halbjahres-Zeugnis Oldschool-Borussen und neue Fohlen begeistern

Borussia Mönchengladbach hat die drittbeste Hinrunde der Vereinsgeschichte gespielt.

Borussia Mönchengladbach hat die drittbeste Hinrunde der Vereinsgeschichte gespielt.

Mönchengladbach - Keine Sorge, wir haben nicht aus Versehen das Hinrundenzeugnis der Saison 2014/15 ausgepackt. Dieses Ranking mit zwei Borussia-Urgesteinen an der Spitze hätte vor ein paar Monaten bestimmt kein Mensch prophezeit.

Doch Patrick Herrmann (28) und Tony Jantschke (29) waren in der Hinrunde der Saison 2019/20 tatsächlich die notenbesten Fohlen bei GladbachLIVE. Auf Rang drei: Torwart Yann Sommer (31), der auch schon im sechsten Jahr für Gladbach spielt.

Gladbach-Spektakel gegen Augsburg und Frankfurt

Neben den besten Spielern gilt es auch die besten Spiele zu küren. Ganz vorne: Das 5:1 gegen den FC Augsburg am siebten Spieltag mit einem Notenschnitt von 2,15. Borussia stürmte an die Tabellenspitze und gab sie erst 70 Tage später wieder ab. Ähnlich viel Spektakel gab es beim 4:2 gegen Eintracht Frankfurt zu bestaunen, hier gab’s im Schnitt eine 2,38 für die Fohlen. Es folgt ein Auswärtssieg im Ranking: das 3:0 bei der TSG Hoffenheim (2,45).

Dass fünf der sechs schwächsten Mannschafts-Zeugnisse von Europa-League-Auftritten stammen, spricht eine klare Sprache. Borussia stolperte ziemlich durch die Gruppenphase, die mit dem Tiefpunkt, dem 0:4 gegen den Wolfsberger AC (Notenschnitt 5,00) begann. In der Liga lief am wenigsten beim 0:2 gegen Union Berlin zusammen (4,15).

So haben die Borussen im Einzelnen abgeschnitten:

Patrick Herrmann 2,45 (11 benotete Pflichtspiele)* Musste lange warten auf den Durchbruch. Der gelang ihm beim 5:1 gegen Augsburg mit zwei Toren und einer Vorlage. Fand nicht nur seine Torgefahr zurück, sondern sahnte für seinen Einsatz den einen oder anderen Szenenapplaus ab.

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Tony Jantschke 2,60 (10) War immer da, wenn er gebraucht wurde. Strafte jeden Lügen, der ihm unter Marco Rose einen schweren Stand prophezeit hatte. Nicht nur defensiv überzeugend, sondern auch mit dem Ball am Fuß.

Yann Sommer 2,64 (25) Bekam gegen Wolfsberg die Bude voll und patzte gegen Istanbul. Ansonsten immer im Einser-, Zweier- oder Dreierbereich. Bestes Spiel: das 3:1 gegen Bremen, als er sogar einen Elfer hielt.

Lars Stindl 2,71 (7) Wurde nach seinem Comeback im Oktober schneller gebraucht, als erwartet. Ein vorbildlicher Kapitän in der Europa League in Rom und beim Pokal-Aus gegen den BVB. Fiel lediglich beim Sieg gegen Bayern über weite Strecken ab.

Denis Zakaria 2,96 (23) Ist an einem durchschnittlichen Tag immer noch gut. Hat sich im Nu zu einem der besten Sechser der Bundesliga gemausert (Bayern und Dortmund würden viel geben für einen wie „Zak“). Wie er mit seinen langen Beinen die Bälle abläuft, ist eine Attraktion.

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Ramy Bensebaini 3,00 (11) In seinen ersten beiden Spielen gegen Köln und Wolfsberg zwischen Himmel und Hölle. Könnte als Linksverteidiger bald auch zur Attraktion werden. Der Algerier vereint Technik und Robustheit auf beeindruckende Weise. Doppelpack-Held gegen die Bayern.

Marcus Thuram 3,04 (24) Gefühlt müsste der Shootingstar besser dastehen. Doch seine überragenden Auftritte im Herbst haben vergessen lassen, dass er sich körperlich wie spielerisch erst einmal an die Liga gewöhnen musste. Nicht nur sein Eckfahnen-Jubel ist ein Hingucker.

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Nico Elvedi 3,13 (24) Wer sich Notizen zu seinen Spielen macht, schreibt oft fast gar nichts auf – weil der Schweizer kaum noch Fehler macht. Mit seinen Spieleröffnungen lässt er immer wieder aufhorchen. Bekam nach der Hinrunde ein Sonderlob von Max Eberl.

Stefan Lainer 3,13 (23) Noch ein Sommer-Zugang, dessen Spiel häufig das Prädikat „Attraktion“ verdient. Für den Trainer als Kenner seines Stils enorm wichtig. In Gladbach „Terrier“ genannt zu werden, ist eine Ehre. Erst vor der Winterpause wirkte der Ösi ein wenig müde.

Alassane Plea 3,22 (18) Der Franzose ist noch vielseitiger geworden. Gibt oft das Kommando an der Pressingfront, kreiert die meisten Großchancen. Die Trefferquote ist noch nicht so gut wie im Vorjahr. Verlor durch ein paar Wehwehchen zwischenzeitlich den Rhythmus.

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Matthias Ginter 3,26 (19) Die Leistungen gegen Leipzig und Wolfsberg haben ihm ein wenig den Schnitt versaut. Denn genau wie Nebenmann Elvedi ist der deutsche Nationalspieler ein echter Stabilitätsfaktor. Davon schwärmt inzwischen auch der Bundestrainer.

Breel Embolo 3,29 (17) Wie er gegen die Bayern das Spiel belebte, ohne ein Tor zu schießen oder eins vorzubereiten, das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Zwischendurch haperte es an der Chancenverwertung. Trotzdem traf er sechsmal in der Liga – persönlicher Rekord.

Laszlo Bénes 3,50 (14) Der Rückkehrer brillierte an guten Tagen mit seinem linken Fuß und schoss bereits starke Standards, als seine Kollegen damit noch ihre Probleme hatten. Hielt das Niveau nicht ganz bis zum Ende, schwächelte nach der Länderspielpause im November.

Jonas Hofmann 3,56 (9) Verletzte sich im ersten Rose-Spiel schwer und fehlte bis in den Oktober hinein. Agierte nach dem Comeback zu schwankend, verkörperte mitunter nicht die Galligkeit seiner Mitspieler.

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Christoph Kramer 3,67 (12) Direkt vor der Abwehr darf er nur noch ran, wenn Rose auf eine Doppelsechs setzt. Als Zakaria einmal fehlte, erhielt Strobl den Vorzug. Scheint noch immer in einer Art Findungsphase zu stecken. In den sieben Spielen vor der Winterpause nur zweimal in der Startelf.

Florian Neuhaus 3,75 (20) In nur wenigen Spielen blitzte das Genie auf, mit dem er vergangene Saison für Furore sorgte. Und wenn, dann glänzte Neuhaus oft nur eine Halbzeit lang. So leicht vom Fuß wie beim 4:2 gegen Freiburg ging es ihm selten.

Oscar Wendt 3,88 (16) Am Anfang war er gesetzt, weil Bensebaini sich noch einfinden musste. Nahm den Konkurrenzkampf dann richtig an und hatte ein Zwischenhoch Ende Oktober bis Anfang November. In der Rückrunde könnte es dennoch schwer für ihn werden.

Nicht mit genügend benoteten Spielen: Ibrahima Traoré (0), Raffael (2), Fabian Johnson (2), Jordan Beyer (3), Tobias Strobl (4)

*Mindestanzahl fünf benotete Pflichtspiele