Trotz Fünf-Punkte-Puffer Abstiegs-Angst bei Borussia? Supercomputer-Prognose enthüllt alles
Sören Storks, Cenk Özkaçar und Rocco Reitz.
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Der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga hat Borussia Mönchengladbach weiterhin fest im Griff. Ein Polster von fünf Zählern auf die Relegationszone ist das Ergebnis, sieben Spieltage stehen noch aus.
Große Erleichterung dürfte bei vielen Fohlen-Fans am Sonntagabend geherrscht haben, als Igor Matanovic mit einem Doppelpack für den SC Freiburg die Partie gegen den FC St. Pauli noch umbog. Dadurch vergrößerte sich der Abstand der Borussia von knappen drei auf nun fünf Punkte. Bevor der Endspurt startet, gönnt sich die Liga jetzt eine zweiwöchige Unterbrechung.
Wie wahrscheinlich ist der Borussia-Klassenerhalt?
Aber wie real ist die Abstiegsbedrohung tatsächlich? Ein „Supercomputer“ des Dienstleisters Opta hat die verbleibenden Partien tausendfach durchgespielt, um eine Prognose zu wagen. Laut dieser Simulation landet Gladbach im Schnitt mit 37,75 Punkten auf dem 12. Tabellenrang.
Die Quote für einen direkten Gang in die 2. Bundesliga auf Platz 17 oder 18 wird mit nur 0,3 Prozent angegeben, die für die Relegation mit 3,0 Prozent. Vor wenigen Wochen stand das Gesamtrisiko noch bei einem Wert von bis zu 17 Prozent, aber die sieben Punkte aus den vier jüngsten Begegnungen haben die Lage merklich beruhigt. Das berichtet „rp-online.de“.
Sportchef Rouven Schröder tritt trotz der besseren Ausgangslage auf die Bremse. „Das wird bis zum Schluss eng bleiben“, lautet seine Prophezeiung, und er mahnt vor dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenletzten Heidenheim am 4. April: „Keiner muss beim nächsten Heimspiel glauben, dass das eine klare Angelegenheit wird.“ Deutlich zuversichtlicher zeigt sich da Philipp Sander, der Torschütze vom 3:3 im Derby. „Wenn wir den Weg so weitergehen wie in den letzten Wochen, dann sieht es sehr gut aus“, äußerte sich der Mittelfeldmann.
Die eine Frage, die alle umtreibt: Genügt ein Fünf-Punkte-Polster, wenn noch sieben Runden zu spielen sind? Ein Blick zurück seit der Einführung der Drei-Punkte-Wertung vor 31 Jahren dient als deutliches Warnsignal. Drei Vereine verspielten einen solchen Vorteil noch und mussten direkt runter, ein anderes Team musste den Umweg über die Relegation gehen. Diese vier Negativbeispiele aus drei Jahrzehnten führen vor Augen, wie rasch ein sicher geglaubter Vorsprung dahinschmelzen kann.
Eine solche schmerzhafte Erfahrung sollte bei Borussia aus der Vorsaison noch frisch sein. Damals sammelte die Elf als Fünfter in den letzten sieben Partien nur zwei magere Zähler und stürzte auf den zehnten Rang ab. Ein ähnlicher Leistungseinbruch könnte in der aktuellen Spielzeit fatale Auswirkungen haben. (red)
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