Eigentlich wechselte er deswegen nach GladbachEx-Fohlen lebt Karriere-Traum in vollen Zügen

Vincenzo Grifo (r.) bestreitet einen Zweikampf mit Tuta von Eintracht Frankfurt.

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Vincenzo Grifo (r.) bestreitet am 24. September 2023 einen Zweikampf mit Tuta von Eintracht Frankfurt.

Vincenzo Grifo hatte eine von wenig Erfolg geprägte Zeit bei Borussia Mönchengladbach. Mittlerweile spielt der 30-Jährige wieder beim SC Freiburg und dort auch im Europapokal.

Bei Borussia sollte es doch nichts werden mit dem Traum!

Borussia Mönchengladbach galt bis vor wenigen Jahren als ambitionierter Fußball-Bundesligist, dem regelmäßig der Einzug in den Europapokal gelang. Dieser Umstand lockte daher immer wieder ambitionierte Spieler aus der Bundesliga an.

Gladbach-Wechsel mit Europapokal-Hoffnung – ohne Erfolg

So wechselten zum Beispiel seinerzeit Lars Stindl (35), André Hahn (33) oder auch Max Kruse (35) von Bundesliga-Konkurrenten an den Niederrhein, um dort den nächsten Schritt zu machen.

Unter ähnlichen Absichten wechselte auch Vincenzo Grifo (30) im Sommer 2017 vom SC Freiburg zu Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen-Verantwortlichen machten damals von einer Ausstiegsklausel Gebrauch, dank der der mittlerweile 30-Jährige zum Preis von rund fünf Millionen Euro transferiert wurde.

Einen damals 24-jährigen Bundesligaspieler, der in der Vorsaison 2016/17 an 17 Treffern direkt beteiligt war, zu solch einem Preis zu verpflichten, galt nicht zu Unrecht als Transfer-Coup. Dementsprechend groß waren auch die verbundenen Hoffnungen in diesen Transfer.

Für Grifo stand seine Entscheidung, den nächsten Karriere-Schritt vor mittlerweile sechs Jahren zu machen, auch in Verbindung damit, sich den Europapokal-Traum zu erfüllen.

In einem Interview auf der „Bundesliga“-Website sagte er damals: „Ich habe bisher noch nie international gespielt, und ich leugne nicht, dass es mein Traum ist irgendwann einmal auch in einem europäischen Wettbewerb auflaufen zu dürfen. (…) Also werden wir alles dafür tun, in der kommenden Saison vielleicht wieder einen internationalen Wettbewerb zu erreichen.“

Doch unter dem damaligen Chef-Trainer Dieter Hecking (59) setzte sich der Deutsch-Italiener nicht wie erhofft durch. Auch verletzungsbedingt kam Grifo in der Saison 2017/18 bei Borussia auf 18 Einsätze, in denen er kein einziges Tor erzielte. Dabei kam er auch häufig als Einwechselspieler von der Bank zum Einsatz.

Daher wechselte der 30-Jährige nach nur einem Jahr in Mönchengladbach im Sommer 2018 zur TSG Hoffenheim und Julian Nagelsmann (36). Über diese Zwischenstation landete er wieder in Freiburg.

Seitdem ist Grifo wieder im Breisgau aktiv und zählt im Team des langjährigen Trainers Christian Streich (58) zu den absoluten Leistungsträgern. In den vergangenen beiden Jahren qualifizierte sich der SC Freiburg auch dank Grifo zweimal für die Europa League und damit für den internationalen Wettbewerb ‒ ein Traum, den er sich bei Borussia nicht erfüllen konnte.

Am vergangenen Donnerstag (27. Oktober) steuerte Grifo beim 3:1-Erfolg gegen den serbischen Klub FK TSC Backa Topola einen Dreierpack in der Europa League bei und avancierte damit zum Matchwinner der Breisgauer.

Mittlerweile hat sich Grifo seinen Europapokal-Traum, der ihn einst an den Niederrhein zog, längst erfüllt – der Dreierpack war dabei nur ein weiterer Höhepunkt. Das Problem: Um sich den Traum zu erfüllen, musste Grifo Borussia den Rücken wieder kehren – und ist den Fohlen mittlerweile voraus.

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