Brutale Szenen in KölnDerby-Schlägerei überschattet Gladbach-Pleite

Polizeieinsatz im Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.

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Die Polizei beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im Einsatz.

Im Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach kam es in der zweiten Halbzeit zu einer Fan-Schlägerei auf der Tribüne.

Das ohnehin schon brisante rheinische Duell zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (2:1) am Sonntag (11. Oktober 2026) war nicht nur ein sportliches Spektakel.

Zu Beginn der Schlussphase kam es zu heftigen Krawallen auf den Rängen. Die Lage geriet derart außer Kontrolle, dass die Begegnung sogar eine dreiminütige Zwangspause einlegen musste.

Gladbach-Derby in Köln unterbrochen

Im zweiten Durchgang entlud sich die Gewalt auf der Nordtribüne des Rhein-Energie-Stadions. Im Oberrang zerstörten Chaoten beider Fanlager die Trennscheiben aus Plexiglas und gingen aufeinander los. Erst durch das Eingreifen von Polizeikräften konnte die Situation wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Weil auch Pyrotechnik in andere Blöcke geworfen und geschossen wurde, unterbrach Referee Florian Badstübner (35) das Spiel in der 76. Minute.  Unterdessen lief die Schlägerei im Oberrang weiter: Einige Randalierer nutzten sogar Gürtel als Waffen, unbeteiligte Fans ergriffen derweil panisch die Flucht.

Eine Frau soll durch die geworfene Pyrotechnik verletzt worden sein, eine Ordnerin ließ sich außerdem behandeln, nachdem laute Knallgeräusche durch einen gezündeten Böller das Stadion vor Anpfiff erschüttert hatten.

Diese Ausschreitungen bedeuten einen massiven Dämpfer für das frische Sicherheitskonzept der „Stadionallianzen NRW“. Bei diesem Ansatz erhalten die Klubs mehr Eigenverantwortung für die Sicherheit, im Gegenzug soll die Polizeipräsenz in den Arenen verringert werden.

Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff (50) hatte sich vor der Begegnung noch optimistisch gezeigt. Er sprach von einem „Vertrauensvorschuss“, dem man „verantwortungsvoll gerecht werden“ wolle.

Zwar verlief die Anreise beider Fan-Gruppen, die von vielen Polizisten und sogar einem Helikopter überwacht wurde, noch ruhig. Doch im Stadion hielten sich einige Krawallmacher beider Seiten nicht an den guten Vorsatz. (red)