Einer knackt Gladbach-Bestmarke Diese Borussia-Stars sind bei der WM dabei
Nico Elvedi beim Training von Borussia Mönchengladbach.
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Die Mehrheit der Gladbacher Stars genießt schon die Sommerpause, doch für fünf ihrer Kollegen fängt der absolute Höhepunkt in diesem Jahr jetzt erst an. Ein Fohlen-Quintett macht sich auf zur Weltmeisterschaft 2026, die ab dem 11. Juni in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.
Nominiert sind Nico Elvedi (Schweiz), Jens Castrop (Südkorea) und Haris Tabakovic (Bosnien-Herzegowina). Dazu verwirklichen Joe Scally und Giovanni Reyna mit den USA ihren großen Traum von einem Turnier im eigenen Land.
Elvedi und Tabakovic treffen in der Gruppenphase aufeinander
Für Nico Elvedi hat das Turnier eine ganz besondere Bedeutung. Der Verteidiger aus der Schweiz gilt im Gladbacher Fünferpack als absolut gesetzt und egalisiert mit seiner dritten WM-Nominierung eine alte Bestmarke im Verein. Bislang schaffte es einzig und allein Vereinslegende Berti Vogts, als aktiver Borusse dreimal zu einer WM-Endrunde zu reisen. Das berichtet „rp-online.de“.
Elvedi hat sogar die Chance, eine weitere historische Marke zu knacken. Mit vier Einsätzen 2018 und zwei weiteren Partien 2022 auf dem Konto könnte er nach Vogts und Rainer Bonhof der dritte Gladbacher mit zehn oder mehr WM-Spielen werden.
Besonders pikant wird es in der Vorrunde: Dort trifft er mit der Schweiz direkt auf seinen Teamkollegen Haris Tabakovic und Bosnien-Herzegowina. Der Stürmer, der noch bis zum 30. Juni ausgeliehen ist, gab sich wegen seiner Fußblessur zuletzt sehr zuversichtlich.
Ein solches vereinsinternes Duell ist in der WM-Historie der Fohlen eine echte Rarität. Es ist erst das dritte Mal überhaupt, dass sich zwei Gladbacher Profis bei einer Weltmeisterschaft direkt begegnen. Zuvor kam es 2010 zur Begegnung von Michael Bradley (USA) mit Karim Matmour (Algerien) und 2022 zum Duell, als Ko Itakura für Japan gegen Jonas Hofmann für Deutschland antrat.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei aller Freude über das Quintett allerdings. Die Anzahl der Borussen bei der WM ist tendenziell sinkend, nach dem Rekord von sieben Akteuren 2018 in Russland und sechs Teilnehmern 2022 in Katar.
Für andere Borussen zerplatzte der Traum von der WM. Tim Kleindienst wurde nach seiner langen Verletzung nicht für den DFB-Kader nominiert. Shuto Machino wurde nach einem Formtief bei Borussia nicht für Japan berufen. Bei Kevin Stöger kam die Nicht-Berücksichtigung durch Österreichs Trainer Ralf Rangnick ebenfalls wenig überraschend. Und Kevin Diks verpasste mit Indonesien schon die Qualifikation, obwohl er dort als Stammkraft gegolten hätte.
Dank der Nominierungen von Reyna, Castrop und Tabakovic steigt die Zahl der Gladbacher WM-Teilnehmer in der Klub-Historie auf insgesamt 35 Spieler. Den historischen Anfang machte Albert Brülls, der 1962 als erster Borusse dabei war. (red)
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