„Er hat in Köln gehandelt“ Wie reagieren die Gladbach-Fans?
Rocco Reitz, Robin Hack und Wael Mohya im Zweikampf
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Ein Match mit Zündstoff steht für Rocco Reitz bevor. Wenn am Samstag (15.30 Uhr) die Partie gegen den 1. FC Heidenheim angepfiffen wird, läuft der Spielführer zum ersten Mal seit der Verkündung seines Transfers zu RB Leipzig (Sommer 2026) im Borussia-Park auf.
Vorausgesetzt Reitz wird rechtzeitig gesund: Der Profi hat am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining von Borussia Mönchengladbach teilgenommen, setzte aufgrund eines Infekts aus.
Für den Verein, das Team und nicht zuletzt für den 23-jährigen Ur-Borussen selbst ist die Lage aber auch so knifflig genug. Am 16. März wurde der Transfer nach Leipzig offiziell gemacht und löste bei den Anhängern ein regelrechtes Erdbeben aus.
Dass es „ausgerechnet RB“ sein musste, kam bei vielen überhaupt nicht gut an. Es gab sogar Stimmen, die verlangten, Reitz das Kapitänsamt zu entziehen oder ihn gänzlich aus dem Team zu werfen. Trainer Eugen Polanski erteilte diesen Rufen aber umgehend eine deutliche Absage. Das berichtet „rp-online.de“.
„Und da hat keiner von uns Zweifel dran“
Wie Mitspieler Philipp Sander enthüllte, war der Wechsel auch im Mannschaftskreis ein großes Thema. Reitz musste sich, so Sander in der Sendung „At Broski“, „den ein oder anderen doofen Spruch anhören“. Gleichzeitig stellte Sander klar, dass das Team zu seinem Kapitän hält: „Am Ende des Tages freuen wir uns für Rocco, solange er alles für uns gibt. Und da hat keiner von uns Zweifel dran“. Er konnte aber nachvollziehen, warum die Fans so geknickt sind.
Nach der Verkündung richtete sich Reitz persönlich via Instagram an die Fans und gab ihnen eine Zusage. Er schrieb: „Ich kann euch versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, zerreißen werde“.
An dieser Aussage muss er sich jetzt messen lassen. Sein Trainer Eugen Polanski findet, dass der Kapitän im Derby gegen Köln schon bewiesen hat, dass er es ernst meint. „Rocco hat etwas dazu gesagt, und noch besser: Er hat in Köln gehandelt“, meinte der Coach. Reitz habe vollen Einsatz gezeigt und sein Wort gehalten.
Jetzt bleibt die spannende Frage: Welchen Empfang bereiten die Fans ihm im Borussia-Park? Aus der aktiven Fanszene ist wohl keine große Aktion gegen Reitz zu erwarten, doch einzelne Banner könnten durchaus auftauchen.
Polanski richtet einen Appell an die Fans: „Unsere Fans sind extrem klug, sie denken an das Wohl der Mannschaft und des Klubs“. Der Trainer unterstrich, dass Reitz berechtigt war, seine Klausel zu nutzen, und plädiert für einen respektvollen Umgang. (red)
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