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Von Jannik Sorgatz

Frühes Aus in Europa Crivelli-Schock bringt Borussia um mehrere Millionen

Enzo Crivelli netzt ein für Istanbul Basaksehir gegen Borussia Mönchengladbach.

Enzo Crivelli netzt ein für Istanbul Basaksehir gegen Borussia Mönchengladbach.

Mönchengladbach - Als die 90. Minute anbrach, winkten Borussia Mönchengladbach weitere vier Millionen Euro in der Europa League: 190.000 Euro hätte es für das 1:1 gegen Istanbul Basaksehir gegeben, eine Million für den Gruppensieg, 500.000 fürs Weiterkommen, noch einmal rund 600.000 an TV-Einnahmen und bis zu zwei Millionen bei einem vollem Stadion in der Zwischenrunde.

Doch all das ging den Fohlen mit einem einzigen Schuss flöten: Enzo Crivelli traf zum Sieg für Istanbul und beendete das Europa-Abenteuer jäh. Mit diesem Tor fiel Gladbach von Platz eins auf Platz drei.

Gladbach hat trotzdem etwa 15 Millionen Euro eingenommen

Trotzdem betragen die Einnahmen aus der Gruppenphase rund 15 Millionen Euro: 2,92 Millionen gab es als Startprämie, 2,14 Millionen aus dem Topf für vergangene sportliche Erfolge (UEFA-Zehnjahreswertung, siehe unten), rund vier Millionen an Fernsehgeldern, dazu die Ticketverkäufe bei den drei Heimspielen und 190.000 Euro für jeden gewonnenen Punkt, also noch einmal 1,52 Millionen.

Die Europa-League-Teilnehmer werden anders als in der Champions League nicht zugeschmissen mit Geld. Die Startprämie in der Königsklasse beträgt allein 15,25 Millionen Euro, jeder Punkt bringt 900.000, der Achtelfinal-Einzug 9,5 Millionen.

Doch gerade für Teams, die ihr Stadion möglichst voll bekommen und weit kommen im Wettbewerb, ist auch die Europa League eine lukrative Angelegenheit. Siehe Eintracht Frankfurt. Der Halbfinal-Einzug spülte vergangene Saison mehr als 30 Millionen Euro in die Kassen.

„Warmer Regen“ nennt Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers (52) die Mehreinnahmen für den Verein immer wieder. Doch für den Rest der Saison bleibt es, um im Bild zu bleiben, international trocken.

Hier erklären wir die verschiedenen Einnahmequellen in der Europa League im Detail:

Start- und Erfolgsprämien: 2,92 Millionen Euro erhält jeder Teilnehmer fix. Ein Unentschieden in der Gruppenphase bringt jedem Team 190.000 Euro, ein Sieg 570.000 Euro. Die übrig gebliebene Summe bei Unentschieden wird gemäß der Anzahl der Siege unter allen Teams verteilt.

Für den Gruppensieg fließt eine Million, für Platz zwei gibt es immerhin eine halbe. Die Erfolgsprämien steigern sich von Runde zu Runde: 500.000 Euro fürs Sechzehntelfinale, 1,1 Millionen fürs Achtelfinale, 1,5 Millionen fürs Viertelfinale, 2,4 Millionen fürs Halbfinale, 4,5 Millionen fürs Finale und noch einmal vier Millionen für den Titel.

Koeffizientenrangliste: Diese Einnahmequelle ist recht neu. Während die Fünfjahreswertung die Belegung der Lostöpfe regelt, geht es in der Zehnjahreswertung nur ums Geld: Die 48 Teilnehmer werden nach ihren Erfolgen der jüngeren und auch weiter zurückliegenden Vergangenheit geordnet.

Das schlechteste Team bekommt 71.430 Euro, das zweitschlechteste Team zweimal 71.430 Euro – so geht es weiter bis zum Primus, der sich über 48-mal 71.430 Euro, also 3,43 Millionen freuen darf. Borussia liegt auf Platz 19, profitiert sogar noch von den UEFA-Cup-Siegen 1975 und 1979: Macht exakt 2.142.900 Euro.

Marktpool: 168 Millionen Euro an Fernsehgeldern werden insgesamt ausgeschüttet. Die Bundesliga erhält ihren Anteil gemessen an der Größe des Marktes hierzulande, das waren vergangene Saison um die zehn Prozent. Hier muss ein wenig gerechnet werden: Von der ersten Hälfte der 168 Millionen, also 84 Millionen, bekämen die drei Bundesligisten Gladbach, Wolfsburg und Frankfurt also um die zehn Prozent. 8,4 Millionen durch drei macht für jeden 2,8.

Die zweiten 84 Millionen werden sportlich verteilt, 33,6 Millionen in der Gruppenphase. Auch hier wieder: Bei zehn Prozent für die Bundesliga wären es 1,12 Millionen für jeden. Runde für Runde geht es dann darum, wie viele Vereine aus einem Land noch dabei sind.

Zuschauereinnahmen: Für die drei Heimspiele gegen Wolfsberg (34.846 Zuschauer), Rom (44.570) und Basaksehir (40.000) hat Borussia so viele Karten verkauft, dass die Ticketeinnahmen geschätzte 4,5 Millionen Euro betragen.