„Löst das Grundproblem nicht“ Ex-Gladbach-Keeper äußert deutliche Polanski-Ansage
Eugen Polanski verschaffte sich bei Borussia Mönchengladbach zuletzt durch den Sieg gegen Union Berlin wieder mehr Luft.
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Am Niederrhein ist die Anspannung groß. Borussia Mönchengladbach befindet sich mitten im Abstiegskampf, am Freitag (20.30 Uhr) steht zudem das Spiel gegen die in dieser Saison beinahe unbesiegbaren Bayern an.
Während die Debatten um Coach Eugen Polanski durch den 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende erst mal verstummt sind, würde sich der frühere Gladbach-Torwart Jörg Stiel ein langfristiges Bekenntnis zum Trainer wünschen.
Stiel: Trainerwechsel sind keine Lösung
Der einstige Keeper der Fohlen wählt in einem Gespräch mit „Ran“ klare Ansagen zur prekären Situation. Die Diskussion über den Coach ist seiner Meinung nach sinnlos. Stiel legt sogar noch einen drauf und formuliert eine drastische Ansage für den Ernstfall: „Zur Not geht man mit Polanski in die 2. Liga.“
Stiel hat die andauernden Debatten um den Trainer satt. „Du kannst den Trainer hundertmal wechseln, das löst aber das Grundproblem nicht“, äußert der 58-Jährige.
Den Übungsleiter nach wenigen Erfolgen zu bejubeln und bei einer Pechsträhne direkt anzuzweifeln, sei eine „Bankrotterklärung“. Der Schweizer ist überzeugt, dass die fehlende Beständigkeit das Problem ist und nicht der Coach.
Er verortet die Ursachen für den sportlichen Abstieg an anderer Stelle. Der Angriff hänge zu stark von Haris Tabakovic ab. Außerdem vermisse man den angeschlagenen Tim Kleindienst schmerzlich. Dessen kämpferische Art und sein ständiges Pressing auf die Verteidigung des Gegners schafften Räume, die aktuell unbesetzt bleiben.
Jörg Stiel hält nichts von einer Trainerdiskussion bei Borussia Mönchengladbach.
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Stiel betrachtet auch die Spekulationen über einen potenziellen Transfer von Rocco Reitz nach Leipzig und seine Funktion als Spielführer skeptisch. Für einen jungen Akteur sei die Binde in einer solchen Situation eine „enorme zusätzliche Belastung“. In dieser Rolle sähe er lieber einen Routinier wie Nico Elvedi.
Einen Hoffnungsschimmer erkennt Stiel jedoch zwischen den Pfosten. Moritz Nicolas erledige seinen Job ausgezeichnet. „Was bei ihm auffällt, ist seine Konstanz. Du hörst wenig von ihm – im positiven Sinne“, sagt Stiel. Aufgrund seiner Zuverlässigkeit und tollen Rettungstaten wäre er für Stiel sogar ein Kandidat für das DFB-Team hinter Oliver Baumann.
Trotz der schwierigen Lage befindet sich der Klub laut Stiel auf einem guten Kurs. Die Anstellung von Rouven Schröder sei „überragend“ gewesen. Nun sei es wichtig, diese heikle Zeit zu meistern und für Stabilität zu sorgen. Angst sei unangebracht, denn seine Überzeugung lautet: „Gladbach geht nicht in die 2. Liga. Da gibt es andere Kandidaten.“ (red)
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