Gladbachs geplatzter Deal Darum wurde aus dem Transfer-Traum nichts
Steffen Korell hatte als Scout bei Borussia Mönchengladbach einst ein Top-Talent an der Ange.
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Aktuell ist er der gefeierte Anführer und Top-Spieler bei Arsenal, aber die Laufbahn von Martin Ödegaard hätte sich auch komplett anders entwickeln können!
Ein Fakt, den nur wenige kennen: Der norwegische Techniker, der im Finale der Champions League gegen PSG den Titel knapp verpasste, war im Winter 2014/15 haarscharf an einem Transfer zu Borussia Mönchengladbach dran.
Gladbach knüpfte früh Kontakte zu Ödegaard
Diese Enthüllung machte jetzt Steffen Korell, zu der Zeit Chefscout bei den Fohlen, in einem „Kicker“-Interview öffentlich. Das damals erst 16 Jahre alte Ausnahmetalent von Strömsgodset in Norwegen wurde von fast allen europäischen Top-Klubs umworben, nachdem es im Alter von nur 15 Jahren sein Debüt in Norwegens höchster Spielklasse gab und für Aufsehen sorgte. Und die Borussia mischte im Rennen um dieses Talent kräftig mit.
Laut Korells Schilderungen machte man sich am Niederrhein aufgrund positiver Anzeichen durchaus Hoffnungen auf den Transfer-Kracher. „Wir hatten das Gefühl, dass Martin und die Familie einen Wechsel nach Mönchengladbach wirklich ernsthaft in Betracht ziehen“, sagt der Ex-Profi, der inzwischen als Berater des Managements bei der Borussia tätig ist.
In den Jahren davor hatte sich die Borussia einen erstklassigen Namen als Klub für die Entwicklung von Talenten gemacht. Akteure wie Marco Reus, Marc-André ter Stegen, Thorgan Hazard oder auch Granit Xhaka schafften am Niederrhein den großen Sprung und stiegen zu echten Stars auf. Dieses Renommee sollte auch bei Ödegaard und dessen Familie Wirkung zeigen. Das berichtet „Transfermarkt“.
Die Tatsache, dass die Fohlen überhaupt eine realistische Chance hatten, ist hauptsächlich einem Mann zuzuschreiben: Ove Flindt-Bjerg. Der damalige Scout des Vereins für Skandinavien hatte das Talent bereits lange im Visier, weit bevor dieser zum jüngsten Torschützen in der Liga-Historie avancierte und jeder über ihn sprach.
Martin Ödegaard am Samstag als Arsenal-Kapitän im Finale der Champions League.
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Es war Flindt-Bjerg, der den wichtigen Draht zur Familie aufbaute und so den Weg für die Borussia ebnete. Korell blickt auf ein persönliches Meeting in Drammen zurück, wofür er gemeinsam mit Max Eberl extra nach Norwegen flog.
„Wir hatten unter anderem ein sehr gutes Gespräch mit der Familie und konnten unsere Pläne und Ziele ausführlich vorstellen“, meint Korell. Bei solch einer gewaltigen Konkurrenz war allein die Möglichkeit zu diesem Gespräch für Gladbach ein riesiger Erfolg.
Letztendlich kam es jedoch anders und die Hoffnung auf das Top-Talent im Borussia-Park zerschlug sich. Das Ausnahmetalent sagte der Fohlenelf ab und wählte stattdessen den großen Namen Real Madrid. Für den damals 16-Jährigen zahlten die Madrilenen eine Ablöse von 2,8 Millionen Euro und bekamen den Zuschlag.
Der Aufstieg in die absolute Weltklasse gestaltete sich für Ödegaard anfangs aber schwierig: Der Linksfuß kam bei den Profis von Real nur auf elf Einsätze. Um Erfahrung zu sammeln, folgten diverse Leihen, beispielsweise zum SC Heerenveen, Vitesse Arnheim und Real Sociedad.
Seinen endgültigen Durchbruch schaffte er aber erst nach dem Transfer zum FC Arsenal. Die Londoner nahmen ihn im Sommer 2021, nach einer sechsmonatigen Leihphase, für die beachtliche Summe von 35 Millionen Euro fest unter Vertrag.
Beim Londoner Klub startete der Norweger richtig durch, entwickelte sich zu einem Spieler von Weltformat und stieg sogar zum Mannschaftskapitän auf. Er war in 233 Spielen an 88 Treffern direkt beteiligt und sein Marktwert explodierte regelrecht, bis er im Mai 2024 den unglaublichen Spitzenwert von 110 Millionen Euro erreichte.
Korell offenbarte, dass er die Hoffnung auf eine mögliche Ausleihe nie komplett verloren hatte, aber eine zweite Chance für die Fohlen bei Ödegaard ergab sich nicht mehr. (red)
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