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Von Béla Csányi (bc)

Großer Gladbach-Ärger Sky-Experte Hamann fordert gravierende Änderung

Dietmar Hamann spricht bei Sky über Borussia Mönchengladbach und die Bundesliga.

Sky-Experte Dietmar Hamann am 7. März 2026 bei der Bundesliga-Übertragung im TV-Studio.

Die Niederlage beim FC Bayern hatte Borussia Mönchengladbach insgeheim wohl einkalkuliert, doch die Umstände der 1:4-Pleite beim Rekordmeister sorgten für reichlich Frust im Lager der Fohlenelf.

Die Bilanz über das Ergebnis hinaus: Zwei angeschlagene Profis, bei denen Trainer Eugen Polanski (39) dem Braten noch nicht so recht traut, dazu die Aussicht auf eine Sperre für Kapitän Rocco Reitz (23). Dessen Platzverweis wegen einer Notbremse war nach Abpfiff das große Aufreger-Thema bei Gladbach.

Schiri Schröder erklärt: Regelwerk ließ keinen Spielraum

Schiedsrichter Robert Schröder (40) nannte seine Entscheidung alternativlos. Es habe sich um ein „Haltevergehen“ gehandelt, ohne Chance für Reitz, den Ball zu spielen. „Das Regelwerk lässt mir – wenn ich den Elfmeter pfeife – nichts anderes möglich“, sagte Schröder bei Sky.

„Die reimen sich immer etwas zurecht“, sagte der wenig überzeugte Polanski zur Begründung des Referees. Er nannte den Entscheidungsverlauf in der kniffligen Szene, „erst Vorteil, dann Elfmeter und Rot, extrem hart“. Reitz drohen nun laut Regelwerk zwei Spiele Sperre.

Auch am Samstag wurde die Szene vom Auftakt des 25. Spieltags ausgiebig besprochen. Im Bundesliga-Vorlauf bei Sky hatten die Experten Patrick Helmes (42) und Dietmar Hamann (52) unterschiedliche Meinungen zu Reitz’ Klammergriff als letzter Mann gegen Nicolas Jackson (24).

„Wenn du da nicht den Ball attackierst und gehst nur auf den Körper, ist es dann auch zwingend Rot. So sind die Regeln“, formulierte Helmes sein Urteil trocken. Hamann wollte das Thema dagegen nicht so schnell abhaken.

„Ich sage immer: Lieber drei oder vier Elfmeter weniger pfeifen als einen zu viel“, erklärte der frühere Bayern-Star seine grundsätzliche Haltung, sagte dann über den Platzverweis: „Jeder sagt Elfmeter. Okay, kann man pfeifen. Aber doch keine Rote Karte. Nur so, wie das Regelwerk ist, muss er ihn runterstellen.“

In dieser Konsequenz forderte Hamann sogar eine Regeländerung, um den Schiedsrichtern mehr Ermessensspielraum zu gewähren. In diesem Szenario hätte Schröder in diesem Fall auch nur Gelb zeigen können. „Warum werden nicht die Regeln allgemein gemacht?“, fragte Hamann.

Abschließend forderte der Ex-Nationalspieler: „Lass doch dem Schiedsrichter einen Entscheidungsspielraum. Da muss ich möglicherweise die Regeln ändern.“