Flexibles FohlenWird Bensebaini der neue Allrounder im Borussia-Kader?

Copyright: Dirk Päffgen

Ramy Bensebaini stellte im Testspiel bei VVV Venlo seine Offensiv-Fähigkeiten unter Beweis.

Aktualisiert

Mönchengladbach - Normalerweise kennt man Ramy Bensebaini (25) als Linksverteidiger von Borussia Mönchengladbach. Auf dieser Position kam der Algerier, der vor der abgelaufenen Saison von Stade Rennes an den Niederrhein gewechselt war, in den meisten Spielen der Fohlen zum Einsatz. Hinzukommen einige Einsätze auf der Innenverteidiger-Position. In der Saison 2019/20 absolvierte der 25-Jährige 19 Bundesliga-Partien und steuerte fünf Tore und vier Vorlagen für die Fohlenelf bei.

GladbachLIVE

So reagiert Matthias Ginter auf das Embolo-Malheur im Nations-League-Duell

Länderspiel

So reagiert Matthias Ginter auf das Embolo-Malheur im Nations-League-Duell

Dass Bensebaini aber noch weitaus mehr kann, als in der Verteidigung zu spielen, stellte er unlängst im Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten VVV Venlo unter Beweis.

Borussias Bensebaini in Venlo auf ungewohnter Position

Aufgrund der angespannten Personalsituation durch die Länderspielpause sowie einige Verletzte kam Bensebaini nämlich im Test in der Mittelfeldzentrale neben Weltmeister Christoph Kramer zum Einsatz – und machte dabei einen richtig guten Job. So leitete er mit einem Pass zu Oscar Wendt sogar beispielsweise das 1:0 der Fohlenelf ein.

Folgen Sie uns auf Instagram: @gladbachlive

Auch Gladbach-Coach Marco Rose (43) war nach der Partie voll des Lobes für seinen Schützling: „Bei Ramy war es ein Versuch, wir trauen ihm das zu. Ich finde, er hat das sehr gut gemacht.“ Überrascht habe Bensebaini in seiner neuen Offensiv-Rolle den Trainer allerdings nicht: „Das kannte ich alles schon. Wir wissen, was für ein außergewöhnlich guter Fußballer er ist und was für Fähigkeiten er mit Gegner im Rücken hat“, betont Rose.

Bensebaini bleibt weiterhin hauptsächlich Verteidiger der Fohlen

Sehen wir Bensebaini in der kommenden Spielzeit nun also öfter im Fohlen-Mittelfeld? Wohl eher nicht, wie Trainer Rose auf Nachfrage bestätigt. „Wir sehen ihn natürlich in erster Linie auch weiterhin als Flügelverteidiger und Außenverteidiger.“ Trotzdem gibt der Borussia-Coach zu: „Das Spiel in Venlo hat gezeigt, dass er abräumen kann auf der Sechs, viele Kopfballduelle gewinnt und fußballerisch in der Lage ist, diese Position zu bekleiden.“

Folgen Sie uns auf Twitter: @gladbachlive

Gut möglich also, dass das algerische Allround-Talent zumindest bei Ausfällen seiner Teamkollegen im Saisonverlauf als Teilzeit-Mittelfeldspieler einspringen wird. Vielleicht sogar schon am kommenden Wochenende, wenn Borussia zum Saison-Auftakt im DFB-Pokal den FC Oberneuland empfängt (15.30 Uhr, Borussia-Park). Immerhin scheint eine Rückkehr von Mittelfeld-Krake Denis Zakaria (23) derzeit noch unwahrscheinlich.

„Wir wissen noch nicht, wann Zak zurückkommt. Deshalb ist es wichtig, dass wir Optionen haben“, merkt Rose an. In Ramy Bensebaini hat er davon in jedem Fall eine Weitere hinzugewonnen.

Die Japaner in Gladbach: v. li Dolmetscher Atsushi Waki, Daiki Hashioka, Shuto Machino und Zento Uno.

„Sehr gute Erfahrungen gemacht“ Gladbachs neue Japan-Power: Nicht nur sportliche Gründe