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Von Achim Müller

„Intensivere Medikamente“ So schlimm hat Corona Gladbach-Trainer Hütter wirklich zugesetzt

Gladbach-Trainer Adi Hütter (l.), hier zu sehen am 22. März 2022, ist nach auskurierter Coronainfektion zurück im Borussia-Park. Hütter spricht mit Co-Trainer Frank Geideck.

Gladbach-Trainer Adi Hütter (l.), hier zu sehen am 22. März 2022, ist nach auskurierter Coronainfektion zurück im Borussia-Park.

Adi Hütter ist zurück! Der Österreicher kann wieder die Geschicke auf dem Trainingsplatz im Borussia-Park leiten.

Eine Infektion mit dem Coronavirus hatte den 52-Jährigen für zwei Wochen außer Gefecht gesetzt.

Nun ist der Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach wieder da. Und spricht offen darüber, wie sehr ihm die Infektion mit dem Coronavirus zugesetzt hat.

Gladbach: Trainer Hütter bekam sogar eine Cortison-Infusion

„Ich habe intensivere Coronasymptome gehabt“, sagte Adi Hütter am Mittwoch (23. März 2022). „Zusätzlich hatte ich ja auch noch eine Kehlkopfentzündung. Ich hatte unglaubliche Schluckbeschwerden, konnte tagelang nicht richtig schlafen. Ich habe intensivere Medikamente nehmen müssen, um wieder auf die Beine kommen zu können. Ich bin auch noch nicht zu einhundert Prozent wieder fit, aber einfach nur happy, wieder zurück zu sein.“

GladbachLIVE fragte Hütter: Intensivere Medikamente – wie lief die Quarantäne denn ab?

„Ich war komplett alleine, meine Frau wollte kommen, aber das wollte ich nicht. Sie ist zwar auch schon genesen, aber man kann sich auch zweimal anstecken. Ich habe einige Tage weder in der Nacht noch am Tage ein Auge zumachen können. Ich bin da ehrlich gesagt auch richtig down gewesen. Ich bin auf medizinische Hilfe angewiesen gewesen.“

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Heißt: Hütter musste von einem Arzt behandelt werden.

„Ich habe eine Cortison-Infusion bekommen, auch Antibiotikum. Sehr hoch dosiert. Ich hatte mir neben Corona wohl noch eine weitere Infektion zugezogen. Natürlich wird man dann nachdenklich in so einer Situation. Wenn es einem so schlecht geht, dann ist Fußball auch mal nicht die oberste Priorität. Umso schöner, wieder hier beim Verein zu sein, seinem Job nachgehen zu können und unter Menschen zu sein.“

Während Hütters Leidesnzeit haben die Borussen gegen Hertha BSC (2:0) gewonnen, beim VfL Bochum ist das Spiel beim Stand von 2:0 für Gladbach abgebrochen worden. Borussia dürfte der Sieg noch am grünen Tisch zugesprochen werden.

Hütter ist während seiner Quarantäne von Co-Trainer Christian Peintinger (54) vertreten worden.

Hütter: „Ein großes, dickes Lob an mein Trainerteam. Da sieht man, dass es nie ein einzelner ist, sondern immer das ganze Team, Christian Peintinger hat das souverän gemacht und moderiert.“

Auch die Borussen-Spieler bekommen ein Sonderlob vom Chef: „Natürlich möchte ich auch der Mannschaft ein riesiges Kompliment machen, wie sie diese beiden Spiele, unter diesem Druck, angegangen ist. Wir haben zwei Mal zu null gespielt. Jetzt warten wir mal, was da zum Bochum-Spiel entschieden wird. Wir gehen davon aus, dass wir die drei Punkte bekommen und hätten dann sechs Punkte aus den zwei Spielen geholt.“

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Was bedeuten würde, dass Gladbach aus den schlimmsten Abstiegsnöten  heraus wäre.

Hütter sagt: „Die Stimmung ist nach diesen zwei Spielen natürlich eine ganz andere. Das ist sehr erfreulich.“

Hütter hat, bedingt durch das Coronavirus, in Gladbach eine neue Erfahrung gemacht.

Als Profi-Trainer hatte er zuvor aus gesundheitlichen Gründen nie ein Spiel verpasst. „Das ist sehr fremd“, sagt er, „ich bin nie schlimmer krank gewesen“.

Hütter ist bei seinen erleichtert klingenden Worten anzumerken: Die Coronainfektion hatte ihm richtig zugesetzt.