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Von Antje Rehse (are)

Einzelkritik gegen Hoffenheim Gladbach-Profi dreht nach Debüt-Tor auf – perfekter Joker-Einsatz

Hugo Bolin schießt den Ball ins Tor.

Hugo Bolin brachte Gladbach mit seinem ersten Bundesliga-Tor auf die Siegerstraße.

Borussia Mönchengladbach hat eine insgesamt enttäuschende Saison versöhnlich abgeschlossen. Im letzten Heimspiel der Spielzeit 2025/26 gewann die Fohlen-Elf mit 4:0 gegen die TSG Hoffenheim und vermieste den Kraichgauern so den Traum von der Champions-League-Teilnahme.

Hugo Bolin (14.), Haris Tabakovic (23.), Kevin Diks (81.) und der eingewechselte Robin Hack (90.+1) in seinem letzten Spiel im Gladbach-Trikot sorgten für die Tore. Im zweiten Durchgang agierte Gladbach nach einer Gelb-Roten Karte von Tim Lemperle (46.) mit einem Mann mehr.

Gladbach-Einzelkritik gegen Hoffenheim

Moritz Nicolas: Der Borussia-Torwart hatte insgesamt einen ruhigen Nachmittag. Zeigte bei zwei Flanken Unsicherheiten. Note: 3

Joe Scally: Als Rechtsverteidiger in der Viererkette häufig im Duell mit Touré gefordert, den er nicht immer halten konnte. Insgesamt dennoch souverän. Note: 3

Nico Elvedi: Hatte vorne seine Anteile am ersten und dritten Gladbach-Treffer. Defensiv souverän, wenn auch wenig gefordert. Note: 2,5

Kevin Diks: Hatte gemeinsam mit Elvedi in der Zentrale größtenteils alles im Griff. Holte die äußerst umstrittene Gelb-Rote Karte von Lemperle raus, indem er sich dem Hoffenheimer mit der Schulter voraus in den Weg stellte. Mit viel Wohlwollen kann man diese Aktion wohl als clever bezeichnen. Traumtor zum 3:0. Note: 2

Lukas Ullrich: Lieferte lange eine unauffällige Partie als Linksverteidiger ab. Eroberte in der 70. Minute durch einen starken Zweikampf den Ball und leitete so einen potenziell gefährlichen Konter ein. Erntete Szenenapplaus für ein starkes Tackling, mit dem er einen Hoffenheimer Konter unterband. Note: 3,5

Philipp Sander (bis 86.): Rückte wegen der taktischen Umstellung diesmal ins Mittelfeld. Leistete sich im Strafraum einen schweren Patzer, als er den Ball ins Aus rollen lassen wollte und Burger dazwischenging. Glück für ihn, dass der Fehler von der TSG nicht bestraft wurde. Sah kurz vor der Pause zurecht Gelb. Starker Pass auf Tabakovic, der beim vermeintlichen 3:0 hauchzart im Abseits stand. Note: 3

Yannik Engelhardt: Nutzte vor dem 2:0 aus, dass die Hoffenheimer Abwehr zu hoch stand und bereitete den Treffer mit einer scharfen Hereingabe vor. Auch sonst sehr präsent und mit guten Offensivpässen. Note: 2

Kevin Stöger (bis 67.): Schaffte es nicht, die ganz großen offensiven Akzente zu setzen. Note: 4

Hugo Bolin (bis 67.): Durfte sich im letzten Saisonspiel über sein Debüt-Tor im Gladbach-Trikot jubeln. Davon beflügelt, machte er vorne ordentlich Rabatz. Note: 1,5

Wael Mohya (bis 67.): War vor dem 1:0 im Strafraum hellwach und bereitete so Bolins Tor vor. Haute vor dem 2:0 über den Ball und lieferte so unfreiwillig auch die Vorarbeit für Tabakovic. Ansonsten gewohnt emsig. Note: 2

Haris Tabakovic (bis 74.): Leitete das 2:0 selbst ein, indem er den Ball schnell auf den Flügel zu Engelhardt weiterspielte. Versenkte dann souverän. Hatte vor dem vermeintlichen 3:0 Pech, dass er knapp im Abseits stand. Ackerte auch gegen seinen Stammverein wie gewohnt, musste nach gut 70 Minuten angeschlagen raus. Note: 2

Robin Hack (ab 67.): Leitete das 3:0 nach Doppelpass mit Elvedi mit ein und erledigte das 4:0 selbst, nachdem er den Ball an der Mittellinie erobert hatte und alleine aufs Tor lief. So muss man es als Joker machen. Note: 1,5

Giovanni Reyna (ab 67.): Setzte nach seiner Einwechslung keine großen Akzente. Note: 3,5

Franck Honorat (ab 67.): Nach der Nicht-Leistung in Augsburg mit einem Bankplatz bestraft. Nach seiner Einwechslung deutlich engagierter. Note: 3

Shuto Machino (ab 74.): Kam für die Schluss-Viertelstunde für den angeschlagenen Tabakovic. Holte sich noch Gelb ab. Keine Note

Tim Kleindienst (ab 86.): Für seine Einwechslung nach langer Leidenszeit gab es im Borussia-Park Standing Ovations. Keine Note.