Gladbach-Einzelkritik Zweimal Note 2 bei Punktgewinn gegen Leipzig
Ging resolut zu Werke: Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach im Zweikampf mit Leipzig Conrad Harder.
Copyright: Ulrich Hufnagel/dpa
Borussia Mönchengladbach hat den 12. Bundesliga-Spieltag am Freitagabend (28. November) gegen RB Leipzig eröffnet – und sich die Punkte mit dem Tabellenzweiten nach einer mäßig geführten Partie beider Teams geteilt. Das Spiel bot nur wenige Highlights.
Aufreger waren letztlich vor allem die zwei VAR-Einsätze in Halbzeit zwei. Zum einen bekam Gladbach einen Honorat-Treffer (47. Minute) von Schiedsrichter Gerach aberkannt, weil dieser sich nach tollem Zuspiel von Florian Neuhaus hauchzart im Abseits befunden hatte. Zum anderen gab es keinen Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Leipzigs Orban und Gladbachs Einwechselspieler Machino (74.).
Borussia Mönchengladbach: Noten für das Heimspiel gegen RB Leipzig
Auch die spielerisch dominanten Gäste aus Leipzig setzten erst im zweiten Durchgang eine echte Duftmarke: Ein toller Schuss von David Raum (80.) aus spitzem Winkel klatschte an den rechten Innenpfosten. Doch zählbares holte RB trotz einer druckvoll geführten Schlussphase nicht mehr. So müssen sich beide Mannschaften mit einem Punkt begnügen.
Hier gibt es die Noten der Fohlen-Profis nach dem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig in unserer Einzelkritik:
Moritz Nicolas: Nicht immer sicher, wenn er beim Spielaufbau aushelfen sollte, wie etwa in der 25. Minute, als er den öffnenden Pass einfach selbst übernahm und ins Aus beförderte. Ansonsten kaum ernsthaft geprüft, weil seine Abwehrreihe ganze Arbeit leistete. Gute Parade gegen den Schuss von Lukeba (71.). Note: 3
Joe Scally: Beherzter Lauf über rechts in der Anfangsphase und einige gute Zweikämpfe. Gegen Baumgartner in der 40. Minute aber nicht auf der Höhe, als Elvedi ausputzen musste. Sah sich vor dem Pfostenschuss der Gäste in der Schlussphase düpiert. Note: 3,5
Nico Elvedi: Wie gewohnt der Fels in der Gladbach-Abwehr. Stellte gegen Schlager nach sechs Minuten seinen Körper rein und erstickte auch weitere Angriffe der Gäste im Keim. Geschickte Körperhaltung beim Block gegen Baumgartner. Starker Kopfball gegen Seiwald in der 69. Minute. Note: 2
Kevin Diks: Aufmerksam und ballsicher im Aufbau. Mutig geradezu, wenn es auch mal darum ging, das Leipziger Pressing auszuhebeln. Half aufmerksam dabei, den Punkt über die Zeit zu retten. Note: 2,5
Luca Netz: Probleme im Spielaufbau unter Druck des Gegners, dafür mit starker Grätsche in der Anfangsphase. Gegen Diomande nicht immer auf der Höhe, aber ohne groben Fehler. Note: 4
Yannik Engelhardt: Fing Bälle ab und zeigte sich energisch im Umschaltspiel. Als Teil einer offensiven Ballstafette aber eher unglücklich als handlungsschnell. Note: 4
Rocco Reitz: Der Kapitän gab dem Gladbacher Spiel Struktur und wenigstens etwas Witz nach vorne. Starke Übersicht bei seinem Zuspiel in der 18. Minute, welches Neuhaus nicht in einen Torschuss verwandeln konnte. Noch besser sein Heber auf Honorat zu dessen Treffer, der wegen zarter Abseitsposition nicht zählen sollte. Gute Antizipation gegen den Ball. Manchmal übereifrig in den Zweikämpfen. Note: 3
Florian Neuhaus (bis 73.): Eher unglücklich bei seinem 200. Bundesligaspiel wie beispielsweise in der 28. Minute, als er nach einem toll geführten Zweikampf energisch zum Konter ansetzen wollte, den Ball aber allzu schnell vertändelte. Ohne Glück als Teil der Fohlen-Offensive. Note: 4
Jens Castrop (bis 82.): Mit hartem Einteigen zu Beginn, und vor allem darauf bedacht, als offensiver Part auf der rechten Seite mit nach hinten zu arbeiten. Gegen Nusa aber mit Problemen. Nach vorne ging entsprechend wenig. Note: 4,5
Franck Honorat (bis 90.): Mit viel Biss in den Zweikämpfen und beherzten Vorstößen. Manchmal auch mit mangelnder Übersicht in der Bewegung nach vorne. Seine Flanken gerieten meist zu lang. Bei seinem Treffer im Pech, dass er im Abseits stand. Note: 4
Haris Tabakovic (bis 73.): Mit Schwierigkeiten gegen Lukeba und Orban im Sturmzentrum einen Stich zu landen. Bekam aber auch kaum Zuspiele, aus denen sich etwas machen ließe. Note: 5
Shuto Machino (ab 73.): Sofort im Spiel, als Castrop ihn im Sechzehner fand und von Orban zu Boden gebracht wurde. Doch der RB-Verteidiger hatte erst den Ball gespielt, der Elfmeterpfiff wurde zurückgenommen. Note: 4
Giovanni Reyna (ab 73.): Konnte als Offensivkraft keine entscheidenden Impulse für seine Mannschaft setzen. Note: 4
Marvin Freidrich (ab 82.): Nahm keinen Einfluss mehr auf den Ausgang des Spiels. Keine Note
Tim Kleindienst (ab 90.): Wurde am Abend mit dem Fußball-felix ausgezeichnet. Mit einem sportlichen Highlight auf dem Platz wurde es aber nichts mehr. Keine Note