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„Mehr Verantwortung übernehmen“ Er soll der Reitz-Nachfolger im Mittelfeld werden

Jens Castrop mit Ball in Aktion.

Jens Castrop beim Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05. 

Das hatte er sich anders vorgestellt! Anstatt eines gefühlvollen Lebewohls beim 4:0-Triumph über Hoffenheim, musste Rocco Reitz mit einer schlimmen Infektion im Krankenhaus bleiben.

Doch der offizielle Abschied für den 24-Jährigen, der nach 17 Jahren im Klub für eine Summe von über 20 Millionen Euro zum Liga-Rivalen Leipzig geht, wird in der nächsten Spielzeit nachgeholt.

Castrop: „Langfristig liegt mir die Position im Mittelfeld noch besser“

Aber die Borussia scheint das riesige Loch, das Reitz hinterlässt, bereits gestopft zu haben! Die Strategie für die Nachfolge steht fest: Jens Castrop (22) soll zum neuen Chef in der Mittelfeldzentrale befördert werden. Ex-Sportchef Roland Virkus (59) hatte den Düsseldorfer schon im vergangenen Sommer vorausschauend für 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg losgeeist.

In jüngsten Gesprächen zwischen dem Verein und der Spielerseite soll beschlossen worden sein, dass Castrop eine noch zentralere Funktion bekommen wird. Durch drei Saisontreffer und eine Vorlage schraubte er seinen Marktwert zuletzt von sechs auf zehn Millionen Euro hoch. 

Der Spieler selbst formuliert in der „Sportbild“ eine unmissverständliche Ansage: „Mein Ziel ist es, noch deutlich mehr Verantwortung zu übernehmen.“ Das gilt für seine Aufgabe im Team und ebenso für seine Position auf dem Rasen.

Während der letzten Saison agierte Castrop als echter Allrounder – im Zentrum, offensiv, auf den Flügeln und als Schienenspieler. Auf Dauer ist er aber als die zentrale Figur geplant. Castrop erklärt: „Aktuell fühle ich mich ganz wohl auf der Seite. Ich warte ab, was der Coach in Zukunft plant. Ich glaube, langfristig liegt mir die Position im Mittelfeld noch etwas besser, weil ich dort am meisten Einfluss nehmen kann.“

Doch es dreht sich ebenfalls um seine Führungsqualitäten in der Kabine. Bereits in Nürnberg wurde ihm von seinem damaligen Trainer Miroslav Klose (48) die Bedeutung von Verantwortung eingetrichtert. Er teilt mit Reitz vergleichbare Werte wie Einsatzwille, Aggressivität und Verbissenheit. „Wir stecken oft die Köpfe zusammen und sind ähnlicher Meinung“, meint Castrop.

Er äußert sich auch ungeschminkt über die Mentalität der Mannschaft: „Teilweise sind wir eine sehr liebe Mannschaft. Wir brauchen vielleicht den einen oder anderen Spieler mehr, der die anderen auch in schlechten Phasen mal mitziehen kann. Das ist eine Rolle, die ich künftig gerne mehr einnehmen würde. Ich selbst ziehe aus Rückschlägen die größte Kraft. Und wenn jemand im Training vielleicht mal etwas Larifari macht, dann sage ich auch klar meine Meinung.“

Damit die Bürde der Reitz-Nachfolge auf mehrere Akteure verteilt wird und um den internen Wettbewerb zu fördern, hat Sportdirektor Rouven Schröder (50) mit Enzo Leopold (25) von Hannover einen zusätzlichen zentralen Mittelfeldspieler mit Führungsanspruch ablösefrei geholt.

Castrop, dessen Mutter aus Südkorea kommt, kann seinen neuen Status auch bei der Weltmeisterschaft mit der südkoreanischen Nationalelf zementieren. Seine Ambition ist deutlich: „Unser Anspruch ist es, mindestens die K.o.-Phase zu erreichen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.