Spiel der Wahrheit Polanski unter Druck – verlieren die Bosse die Geduld?
Gladbach-Trainer Eugen Polanski muss liefern.
Copyright: Harry Langer/dpa
Die Rettung ist mit einem Polster von sechs Zählern auf den Relegationsrang und lediglich drei verbleibenden Spielen quasi in trockenen Tüchern, doch die Laune bei Borussia ist trotzdem im Keller.
Bringt das Match gegen Dortmund am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) endlich den ersehnten Umschwung und sprengt die defensiven Ketten, die Coach Eugen Polanski (40) seiner Elf seit Monaten aufzwingt?
Polanski wackelte schon gegen Mainz bedrohlich
Nicht nur die Anhänger, sondern insbesondere die Vereinsführung um Manager Rouven Schröder (50), Präsident Rainer Bonhof (74), Finanzchef Stefan Stegemann (62) sowie Aufsichtsrats-Chef Michael Hollmann (64) sehnt sich nach einer Spielweise, die Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit mit Polanski weckt. Seine Position war nämlich vor 14 Tagen extrem wackelig: Eine Pleite gegen Mainz (1:1) hätte das sofortige Ende für ihn bedeutet. Das berichtet „bild.de“.
Die Klubführung hat genug von Vorstellungen wie dem schmeichelhaften 2:2 zu Hause gegen Heidenheim – mit Fünfer-Abwehrreihe und doppelter Absicherung davor – oder dem feige erkämpften 1:1 gegen Mainz. Solche Auftritte sind künftig tabu. Diese Botschaft kam bei der Mitgliederversammlung unmissverständlich an. Ein emotionaler Bonhof gestand dort, dass Gladbach „ein weiteres Scheiß-Jahr“ erlebe, und Stegemann kritisierte die fehlende sportliche Weiterentwicklung.
Michael Hollmann fand die klarsten Worte: „Wir haben die Schnauze ziemlich voll. Vom Tabellenplatz, aber auch von der Art und Weise, wie wir uns da hineinmanövriert haben.“ Die mutlose Vorstellung gegen Mainz nannte er ohne Umschweife den absoluten Tiefpunkt.
Als er darauf angesprochen wurde, ob er Hollmanns Forderung nach einem „klaren Schnitt“ auf sich beziehe, entgegnete Polanski: „Ich konnte mir aus vielen Momenten dieser Versammlung etwas rausziehen, ich nehme die Dinge an. Wir werden nach der Saison analysieren, was gut und was schlecht war.“
Besonders negativ fiel die mangelnde Courage auf, die den Klub fast in die Zweitklassigkeit gestürzt hätte. Um dieses Image aufzupolieren und für seine eigentliche Spielphilosophie zu werben, hat Polanski jetzt noch drei Partien Zeit. Die Begegnung mit Dortmund markiert den Auftakt für diese finalen Gelegenheiten, obwohl sich Vereinsikone Horst Köppel (77) für eine Fortsetzung mit dem Coach starkmachte. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.