Polanski-Hammer bei Gladbach Keine Gnade für Nationalspieler
Haris Tabakovic und Florian Neuhaus jubeln
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Neigt sich eine Epoche bei Borussia Mönchengladbach dem Ende zu? Florian Neuhaus (29) ist nun schon neun Jahre im Verein und absolvierte zehn Partien für die deutsche Nationalmannschaft, doch er macht am Niederrhein eine unglaublich harte Phase durch. Bereits unter dem vierten Coach nacheinander kommt der Mittelfeldspieler nicht in Tritt.
Besonders düster sieht es für den Regisseur unter Eugen Polanski (40) aus. In den zurückliegenden zwölf Begegnungen reichte es lediglich für zwei Mini-Einsätze. Der Träger der Rückennummer 10 musste neunmal die gesamten 90 Minuten von draußen zusehen. Der Gipfel der Demütigung war dann die Streichung aus dem Aufgebot für das 1:1 gegen Mainz. Es ist kein Geheimnis mehr, dass der Klub den Top-Verdiener, dessen Jahresgehalt auf rund 4 Millionen Euro geschätzt wird, trotz eines Kontrakts bis 2027 verkaufen will. Die kommende Transferperiode ist die finale Möglichkeit, für den Spieler, der mal auf 38 Millionen Euro taxiert wurde und dessen Wert auf einen Betrag von 3,5 Millionen Euro sank, eine Transfersumme zu erzielen. Das berichtet „bild.de“.
Um für andere Vereine attraktiv zu werden, benötigt Neuhaus unbedingt Einsatzzeit bei den finalen Saison-Auftritten am Samstag (15.30 Uhr) in Augsburg sowie in der Folgewoche gegen Hoffenheim. Doch der Trainer macht da einen Strich durch die Rechnung und gibt allen Spekulationen über „Abschiedsgeschenke“ eine unmissverständliche Abfuhr.
Der Übungsleiter positioniert sich eindeutig: „Ich bin kein Freund davon, Spielzeit zu verschenken. Das ist für mich ein wichtiger Grundsatz, weil sich Einsatzminuten im Profifußball immer über Leistung im Training und im täglichen Arbeiten erarbeitet werden müssen. Am Ende geht es darum, dass die Entscheidungen sich an Leistung orientieren.“ Eine Performance, die Neuhaus anscheinend nicht erbringt.
Mischt sich nun Sportdirektor Rouven Schröder ein, um abwanderungswillige Profis – ähnlich dem Fall von Luca Netz (22), der für eine Summe von 2,5 Millionen Euro nach Nottingham transferiert wurde – besser zu präsentieren? Schröder räumte zwar einen „intensiven Austausch“ mit Polanski ein, betonte aber gleichzeitig: „Die alleinige Hoheit über die Aufstellung liegt immer beim Trainer. Er ist der Chef der Mannschaft. Etwas anderes fange ich auch gar nicht erst an.“ Für Neuhaus verheißt das vor dem Saisonfinale der Bundesliga keine positiven Signale. (red)
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