Gladbach-Knipser packt aus Vertragspoker, Derby-Fieber und ein Idol-Gipfel
Rocco Reitz und Haris Tabakovic haben im Derby in Köln viel vor.
Copyright: IMAGO / Eibner
Haris Tabakovic erlebt gerade extrem aufregende Zeiten! Zuerst das hochbrisante Derby mit Gladbach in Köln, danach die WM-Qualifikation mit Bosnien-Herzegowina.
„Definitiv, brutal wichtige Tage“, so der Angreifer. Seine volle Konzentration gilt aber dem rheinischen Kracher, bei dem der zweite Erfolg nacheinander gelingen soll. Laut ihm ist die Vorfreude für beide Anlässe „riesig“. Solche aufgeladenen Partien sind ihm aus seiner Zeit bei Austria Wien vertraut, wo er starke fünf Derby-Treffer erzielte.
Haris Tabakovic ist vor Köln-Gastspiel heiß
Schon das erste Duell mit Köln lieferte ihm einen ersten Eindruck. „Das war vom Warm-up bis zur letzten Minute besonders“, berichtet der Stürmer. Man merke sofort, es gehe nicht allein um den Sieg, sondern „für die Fans um so viel, für die ganze Stadt“.
Entscheidend sei, nicht zu überpacen, sondern die Anspannung in positive Kraft zu verwandeln. Seinem Debüt im Kölner Stadion blickt er „abnormal“ entgegen, um die Stimmung aufzusaugen und ein gutes Resultat zu holen. Das berichtet „rp-online.de“.
Obwohl er schon elf Saisontreffer hat, wartet der Torjäger seit einigen Partien auf ein Tor – und brennt deshalb darauf, sein Konto weiter aufzustocken. „Ich bin extrem heiß“, gesteht er. In den letzten Spielen war er mehr als Malocher für die Mannschaft im Einsatz, musste Bälle festmachen, pressen und weite Wege gehen. Das war entscheidend, doch er räumt auch ein: „Als Stürmer hofft man, dass man präsent ist in der Box, dass man gefüttert wird, dass die Bälle reinkommen.“
Tabakovic kennt seine Rolle genau und gesteht offen, dass er als Stürmertyp extrem auf seine Teamkollegen angewiesen ist. „Ich werde niemanden ausdribbeln, bei meinen Toren werde ich bedient“, sagt er ohne Umschweife. Seine Tore sind fast ausnahmslos One-Touch-Abschlüsse. Im Sechzehner bleibt keine Zeit, dort braucht man schlicht „das Näschen“.
Doch wie sieht seine Zukunft nach der Spielzeit aus? Die Leihgabe aus Hoffenheim gibt sich dazu noch vage. „Es ist immer noch ein offenes und ehrliches ‚Ich weiß es nicht‘“, meint Tabakovic. Bislang habe es keine Verhandlungen gegeben. Prinzipiell läuft sein Vertrag in Hoffenheim noch ein Jahr, aber er unterstreicht auch: „Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier, meine Frau fühlt sich wohl hier.“ Die Verbindung zu Sportdirektor Rouven Schröder sei super, sie würden sich täglich austauschen.
Zum heiß diskutierten Transfer von Rocco Reitz zu RB Leipzig hat der Angreifer eine deutliche Position. Jeder Profi treffe seine eigene Wahl, und das sei absolut legitim. In der Mannschaft sei der Wechsel kein riesiges Thema, da die Konzentration den entscheidenden restlichen Partien gilt. Tabakovic ist sich sicher: „Rocco als Gladbacher Junge will zeigen, was ihm das bedeutet.“ Er wünscht sich, dass die Anhänger das respektieren und Reitz bis zum Ende supporten.
Eine häufig übersehene Stärke besitzt der Stürmer selbst: In der laufenden Saison hat er nicht eine einzige Trainingseinheit ausgelassen. Vor Kurzem war er auf Schalke, um sein Vorbild und bosnischen Landsmann Edin Dzeko live zu erleben, den er als sein Idol beschreibt. Jetzt kämpfen beide zusammen im Angriff für das WM-Ticket – was für Tabakovic „der größte Traum“ ist. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.