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Von Judith Malter

GladbachLIVE-Interview Hofmann vor Kracher-Duell in Dortmund: „Unsere Siegchancen sind gewachsen“

Jonas Hofmann traut der Fohlenelf gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund einiges zu.

Jonas Hofmann traut der Fohlenelf gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund einiges zu.

Mönchengladbach - Seit 2016 spielt Jonas Hofmann (28) bei Borussia Mönchengladbach. Der Offensivspieler hat sich dort zu einer wichtigen Komponente im Spiel der Fohlen entwickelt. Zuvor schnürrte der 28-Jährige seine Fußballschuhe jedoch für Borussia Dortmund, auf die die Fohlenelf gleich zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2020/21 am kommenden Samstag (18.30 Uhr, Signal Iduna Park) trifft.

Im Interview mit der GladbachLIVE-Redaktion spricht er über den anstehenden Bundesliga-Auftakt, die Sehnsucht nach einem Sieg über seinen Ex-Klub und sein zweites Standbein neben dem Fußball.

Herr Hofmann, nachdem am vergangenen Wochenende mit dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Oberneuland die Saison eingeleitet wurde, startet am kommenden Wochenende auch die Bundesliga. Wie groß ist die Vorfreude darauf, dass es endlich wieder losgeht?

Die Vorfreude auf die neue Saison ist natürlich extrem groß. Wir absolvieren alle immer gerne Pflichtspiele. Die Testspiele sind zwar nützlich für uns und wir brauchen sie in der Vorbereitung, aber wenn es dann um etwas geht, macht es natürlich immer noch ein bisschen mehr Spaß. Wir hoffen, dass unsere verletzten Spieler bald zurückkommen, sodass wir dann auch den ganzen Kader zur Verfügung haben, und dann hoffen wir natürlich, dass wir auch in der Bundesliga einen guten Start hinlegen.

Gleich am ersten Bundesliga-Spieltag geht’s zum Auswärtsspiel nach Dortmund. In der Saison 2018/19 war es noch der letzte Spieltag – für euch ging es da noch um die Teilnahme an der Champions League und für Dortmund um die Meisterschaft. Ist es Ihrer Meinung nach eher ein Vorteil oder eher ein Nachteil gleich zu Beginn auf einen so schwierigen Gegner zu treffen?

Ich glaube, dass es wahrscheinlich weder ein Vorteil noch ein Nachteil ist. Manche Teams brauchen am Anfang der Saison etwas, um in den Rhythmus zu finden – das können ein paar Minuten sein, manchmal sind es aber auch ein oder zwei Spiele. Am Ende der Saison ist es dann so, dass die Teams unter Umständen noch verschiedene Ziele erreichen können. Ich glaube, für uns ist es eine große Herausforderung, direkt in Dortmund zu starten, aber wenn wir dort gleich Punkte mitnehmen, können wir natürlich auch sofort ein Ausrufezeichen setzen. Das ist auch definitiv unser Ziel.

Den Saisonauftakt habt ihr in der ersten Runde des DFB-Pokals mit einem 8:0-Sieg gegen Oberneuland bravourös gemeistert. Was bedeutet das im Hinblick auf den anstehenden Bundesliga-Auftakt beim BVB? Was könnt ihr aus dem Pokalspiel an positiven Erkenntnissen mitnehmen?

Wir können schon einiges mitnehmen. Unser Positionsspiel, das Passspiel und Pressing war ganz ordentlich. Dazu haben wir acht Tore geschossen. Was mir aber am besten gefallen hat war, wie wir das Spiel angenommen haben. Wir haben von Anfang an deutlich gemacht, dass es heute nur einen Sieger gibt. Klar, bei allem Respekt gegenüber Oberneuland, ist Dortmund eine ganz andere Hausnummer, aber trotzdem gibt uns das ein gutes Gefühl so in die Saison gestartet zu sein. Und in Dortmund müssen wir all diese Dinge in noch besserer Art und Weise umsetzen, um dort Punkte mitzunehmen.

Sehen Sie hier die komplette Pressekonferenz von Borussia Mönchengladbach vor dem Spiel in Dortmund:

In der vergangenen Spielzeit habt ihr dreimal gegeneinander gespielt, denn zu den Bundesliga-Spielen kam noch eine Partie im DFB-Pokal. Ihr habt leider jedes Mal knapp verloren, allerdings habt ihr immer sehr gut gespielt. Was fehlt Ihrer Meinung nach noch dazu, gegen Dortmund endlich wieder einen Sieg einzufahren?

Seitdem ich bei Borussia Mönchengladbach bin, haben wir leider noch nie gegen Dortmund gewonnen. Ich hoffe natürlich, dass es dieses Mal soweit ist. Ich glaube, dass wir uns als Mannschaft in der vergangenen Saison extrem weiterentwickelt haben, sodass wir nun vielleicht die Erfahrung haben, die es braucht, um gegen solche Mannschaften auch hinten raus Punkte zu holen. Im DFB-Pokal waren wir in der vergangenen Saison verdammt nah dran an einem Sieg, aber haben ihn am Ende dann doch knapp verpasst – ich hoffe, dass wir daraus gelernt haben, die Fehler nicht nochmal machen und jetzt soweit sind, auch die großen Mannschaften schlagen zu können. Ich bin dahingehend aber wirklich zuversichtlich.

Die Testspiele der Vorbereitung habt ihr, bis auf die Partie gegen Fürth, allesamt gewonnen. Was sagt das Ihrer Meinung nach über die Form der Mannschaft aus?

Ich glaube, dass wir uns insgesamt sehr gut vorbereitet haben. Ein Spiel wie das gegen Greuther Fürth wollen wir natürlich ganz schnell vergessen. Aber ich glaube, dass wir bereits im nächsten Testspiel gegen Venlo gezeigt haben, dass wir es besser können. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass wir derzeit noch einige Verletzte haben, die bald zurückkommen werden und unsere Qualität auch nochmal steigern. Der Trainer fordert immer wieder ein, dass wir uns gegenseitig zur Höchstleistung treiben. Durch das Wissen, dass wir auch in dieser Saison etwas Großes erreichen können, geben wir Gas und werden zusätzlich angetrieben. Ich glaube, dass wir Spieler mittlerweile eine gewissen Siegermentalität verinnerlicht haben und immer wieder Höchstleistungen abrufen. Da haben wir definitiv einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Wie schätzten Sie diesmal die Siegchancen gegen den BVB ein?

Gesunken sind unsere Siegchancen in diesem Jahr auf jeden Fall nicht. Wir sind als Mannschaft größtenteils zusammengeblieben und haben sogar zwei Spieler dazubekommen. Wir lernen uns als Mannschaft auf dem Platz immer besser kennen, weshalb ich denke, dass unsere Chancen, den BVB zu schlagen, gewachsen sind. Auch weil wir eine sehr gute Vorbereitung gespielt haben. Ich glaube in jedem Fall, dass der BVB mehr unter Druck steht als wir.

10.000 Zuschauer werden die Partie am Samstag im Signal Iduna Park verfolgen. Wie wichtig ist dieser Faktor für euch als Mannschaft?

Ich denke, es ist gut, dass wir auswärts starten, da es definitiv nicht wie sonst 80.000 Zuschauer im Signal Iduna Park geben wird. Dortmund hat also nicht wie sonst mindestens 70.000 Fans und die gelbe Wand im Rücken. Zudem waren unsere Auswärts-Auftritte in der Vergangenheit oft sehr gut – auch die beiden Partien in der vergangenen Saison in Dortmund waren mehr als ordentlich. Darauf können wir in jedem Fall aufbauen. Ich glaube insgesamt, dass es in der aktuellen Phase kein Nachteil ist, auswärts zu spielen.

Hofmann: „Wäre schön, wenn es in Zukunft öfter heißt ,gegen Gladbach kann man verlieren'.“

Patrick Herrmann hat vor kurzem gesagt, dass trotz der sehr guten vergangenen Saison gerade in den Spielen gegen die Top-Mannschaften bei euch noch Luft nach oben ist. Sehen Sie das genauso?

Natürlich wollen wir auch die Big-Point-Spiele gegen die Top-Teams der Liga gewinnen, wobei das jetzt für mich kein übergeordnetes Saisonziel ist. Wenn wir in der Saison gegen die ersten Drei verlieren, aber am Ende trotzdem ganz weit oben stehen, dann nehme ich das in Kauf. Aber natürlich ist es unser Anspruch, auch den großen Mannschaften jetzt öfter mal ein Bein zu stellen und öfter gegen sie zu gewinnen. Wir wollen in Zukunft nicht immer nur als Underdog in solche Spiele gehen. Es wäre schön, wenn es dann in Zukunft öfter mal heißt „gegen Gladbach kann man immer verlieren“.

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Sie haben selbst mehrere Jahre in Dortmund gespielt, wie sind Ihre Erinnerung an diese Zeit?

Es war eine sehr, sehr schöne Zeit, die ich nie vergessen werde. Keiner vergisst die Zeit, in der er als Amateurspieler in den Profibereich gekommen ist – vor allem, wenn das bei so einem großen Verein wie dem BVB passiert ist. Ich habe auch noch Freunde in Dortmund und bin ab und zu auch noch in der Stadt. Ich hatte dort meine erste eigene Wohnung, bin noch ein Jahr zur Schule gegangen – daran erinnere ich mich gerne zurück.

Besteht noch Kontakt zu ehemaligen Mannschaftskollegen?

Ja. Mit Marco Reus habe ich hin und wieder Kontakt, mit Mats Hummels auch noch häufiger. Auch im Staff gibt es noch den einen oder anderen, mit dem ich noch heute in Verbindung stehe. Mittlerweile hat sich der Kader schon ziemlich verändert, sodass gar nicht mehr so viele aus meiner Zeit dabei sind. Aber ich freue mich natürlich immer, wenn man die, die noch da sind, bei den Spielen nochmal zu Gesicht bekommt.

Hat das Duell gegen Dortmund für Sie daher eine ganz besondere Bedeutung oder ist es ein Spiel wie jedes andere?

Ich würde schon sagen, dass man sich als Spieler besonders darauf freut. Klar, auf die Spiele gegen die großen Mannschaften freut man sich immer am meisten, aber auch gegen den ehemaligen Verein ist man immer hochmotiviert und will zeigen, was man kann. Das ist, denke ich, ganz normal. Auch die Tatsache, dass ich bisher mit Gladbach noch nie gegen Dortmund gewonnen habe, macht die Vorfreude auf das Spiel umso größer.

Mit Tobias Strobl haben Sie sich immer sehr gut verstanden, jetzt ist er zum FC Augsburg gewechselt, haben Sie noch Kontakt oder gehen privat noch zusammen Golf spielen?

Dazu ist es bisher noch nicht gekommen, Kontakt haben wir aber natürlich trotz seines Wechsels immer noch. Wir tauschen uns aus und ich hoffe, dass der Kontakt auch erhalten bleibt. Natürlich hoffe ich auch, dass wir demnächst mal wieder eine Runde Golf zusammen spielen gehen.

In Hannes Wolf und Valentino Lazaro sind in der Offensive nochmal zwei starke Spieler hinzugekommen, was gleichzeitig für Sie auch die Konkurrenzsituation verschärft. Wie schätzen Sie das ein?

Der Trainer hat schon oft gesagt, dass wir einen guten Konkurrenzkampf im Kader haben. Den brauchen wir aber auch, da wir in diesem Jahr auf drei Hochzeiten tanzen. Der Coach hat es im letzten Jahr schon sehr gut hinbekommen, hat in den Phasen, in denen wir den ganzen Kader zur Verfügung hatten, viel rotiert. Zudem zeigt das natürlich auch unsere Qualität – wir sind in der Breite mittlerweile sehr gut aufgestellt. Wir können jetzt auswechseln, ohne dass die Qualität abnimmt, was meiner Meinung nach ganz wichtig ist, wenn man sich als Mannschaft und Verein weiterentwickeln will. Durch die Konkurrenz muss jeder Spieler seine Leistung zeigen und dem Trainer in jedem Training beweisen, dass er nicht an einem vorbeikommt. Denn eins ist klar: Auch wenn wir einen großen Kader haben, will jeder Spieler möglichst in jeder Partie auf dem Platz stehen. Das versuche ich natürlich auch und hoffe, dass ich dann möglichst viele Spiele machen darf.

Sie selbst haben in der vergangenen Spielzeit einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Was sind Ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison?

Ich bin nie mit mir zufrieden, dementsprechend will ich mich immer weiterentwickeln und in allen Bereichen nochmal zulegen. In erster Linie möchte ich aber verletzungsfrei bleiben, da mich meine Verletzung in der vergangenen Spielzeit auch wieder etwas aus der Bahn geworfen hat. Es wäre also ganz schön, mal eine Saison ohne größere Verletzungen zu haben. Als Offensivspieler gehört es zudem natürlich zu meinen Zielen, an Toren beteiligt zu sein und Scorerpunkte zu sammeln. Insgesamt möchte ich einfach mit der Mannschaft erfolgreich sein, denn wenn die Mannschaft Erfolg hat, überträgt sich das automatisch auf jeden einzelnen.

Borussias Offensivspieler bald auch als Gastronom in Mönchengladbach tätig?

Und Ihre privaten Ziele? Sie haben erst vor kurzem eine dritte Subway-Filiale eröffnet, sind da vielleicht noch mehrere geplant?

Es ist auf jeden Fall möglich, dass in Zukunft noch die eine oder andere Filiale hinzukommt. In der momentanen Phase ist es natürlich schwierig. Mein Kumpel und ich halten generell aber immer Ausschau nach neuen Möglichkeiten – das muss nicht immer Subway sein, sondern kann auch in andere Bereiche als ins Restaurant-Business gehen. Wir wollen uns da alles offenhalten.

Gibt es schon Pläne für eine Filiale in Mönchengladbach?

Es gibt hier schon fünf oder sechs Subway-Restaurants, die alle dem gleichen Besitzer gehören. So viel Konkurrenzkampf wollen wir nicht. (lacht) Zudem möchte ich ja irgendwann auch nochmal zurück in die Heimat, sodass wir uns eher auf Restaurants in der Gegend konzentrieren.

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