„Den holen wir wieder“ Gladbach-Legende feiert Geburtstag – kam aus Köln zurück an den Bökelberg
Bernd Rupp stand auch im Uefa-Cup für Gladbach auf dem Platz, hier gegen den FC Liverpool.
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Bernd Rupp, eine wahre Stürmer-Ikone von Borussia Mönchengladbach, feiert am 24. Februar seinen Ehrentag. Der Startschuss für die sagenhafte Karriere des nun 84-Jährigen bei den Fohlen fiel 1965, als die Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga packte und er sofort für Aufsehen sorgte.
Bereits bevor es in die Bundesliga ging, machte Borussias Angriffsmacht von sich reden. Während der Vorbereitung auf die Spielzeit 1964/65 in der Regionalliga schickte man den Erstligisten Schalke mit einem klaren 3:0 nach Hause und rang dem Vize-Champion Meidericher SV ein 2:2 Unentschieden ab.
Dreierpack gegen Köln – später der Wechsel zum FC
Ein weiteres Ausrufezeichen gab es in der Winterpause mit einem 4:1-Triumph über den damaligen Deutschen Meister 1. FC Köln – Rupp netzte dabei gleich dreimal ein. Die Presse war begeistert; die „Westdeutsche Zeitung“ feierte die Neuverpflichtung vom SV Wiesbaden und schwärmte von der Harmonie zwischen ihm, Netzer und Heynckes. Das berichtet „borussia.de“.
Auch im Oberhaus war Rupps Torhunger ungestillt. In der allerersten Bundesliga-Spielzeit der Borussia sicherte er sich mit beeindruckenden 16 Toren sofort wieder die Krone des besten Torschützen im Team. Am Bökelberg zollten die Fan ihrem neuen magischen Angriffs-Trio Tribut mit einem speziellen Banner: Dieses zeigte drei Tigerköpfe, die Namen Heynckes, Netzer und Rupp und die legendäre Aufschrift „Bissig wie die Tiger“.
Völlig unerwartet wechselte Rupp anschließend zum 1. FC Köln, wo er in nur drei Saisons unglaubliche 46 Mal knipste. Der Draht nach Mönchengladbach glühte aber weiter. Eine Anekdote erzählt, wie Trainer-Legende Hennes Weisweiler ein DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Köln und den Bayern verfolgte. Rupp trug mit zwei Treffern zum grandiosen 5:1-Erfolg der Kölner bei, was Weisweiler zu dem berühmten Satz veranlasste: „Den holen wir wieder.“
Und so kam es auch: Rupp kam wieder heim. Aber ausgerechnet in der glorreichsten Ära der Borussia blieb ihm die Meisterschale verwehrt. Der Triumph im DFB-Pokal 1973 sollte sein einziger großer Titel mit den Fohlen bleiben. Ohne jeglichen Ärger kommentierte er das später mit den Worten: „Ich war immer woanders, wenn Borussia Meister geworden ist.“
Im Anschluss an die Spielzeit 1973/74 schlug der zu der Zeit 32-Jährige ein neues Vertragsangebot aus und stellte die Weichen für seine berufliche Zukunft: Sein Ex-Klub SV Wiesbaden machte ihm das Angebot, als Versicherungsvertreter einzusteigen und so den Wechsel ins Berufsleben abzusichern. (red)
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