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Gladbach-Legende wird 76 Dieses Kunststück gelang ihm nur wegen der WM

Günter Thiele und Winfried Schäfer auf Fußballplatz

Winfried Schäfer erinnert sich an einzigartigen Doppelerfolg.

Am Samstag feiert eine Borussia-Legende Geburtstag: Winfried „Winni“ Schäfer wird 76 Jahre alt!

Der einstige Mittelfeld-Motor prägte den Klub maßgeblich. Er stand in zwei Phasen insgesamt zehn Jahre für die Fohlen auf dem Platz: zunächst zwischen 1968 und 1970, dann wieder von 1977 bis 1985.

Winnie Schäfer adelt Hennes Weisweiler

In insgesamt 266 Pflichtpartien netzte er 22 Mal ein. Seine Zeit am Bökelberg wurde durch riesige Triumphe gekrönt: die Deutsche Meisterschaft im Jahr 1970 und der Gewinn des Uefa-Pokals 1979.

Aber in Schäfers Laufbahn gibt es ein Kapitel, das er selbst als „eigentlich unmöglich“ beschreibt. Direkt nachdem er im Mai 1970 die Meisterschale mit Borussia geholt hatte, zog es ihn zu den Kickers Offenbach. Die Angst vor weniger Spielzeit durch neue Mittelfeld-Konkurrenten war der Auslöser für den Wechsel.

Was dann passierte, war der helle Wahnsinn: Mit seinem neuen Verein holte er im August desselben Jahres sensationell den DFB-Pokal. Diese verrückte Konstellation war nur möglich, da der DFB die Pokalspiele ab dem Achtelfinale wegen der in Mexiko stattfindenden WM 1970 in den Sommer verlegte. So krönte sich Schäfer in einer einzigen Spielzeit zum Meister und Pokalsieger – mit zwei unterschiedlichen Teams. Das berichtet „borussia.de“.

Fragt man Schäfer nach seiner Borussia-Vergangenheit, kommt sofort ein Name zur Sprache: Hennes Weisweiler. Schäfer adelt ihn als „den besten Trainer“, unter dem er je gespielt hat. Er hebt hervor, wie außergewöhnlich das damalige Führungsgespann in der Bundesliga war, bestehend aus dem Trainer Hennes Weisweiler, dem Manager Helmut Grashoff sowie Präsident Dr. Helmut Beyer. Genau dieses Trio verwandelte in den Siebzigern einen „kleinen Klub in der Fußball-Provinz“ in eine europäische Top-Adresse.

Dass Weisweiler ihn überhaupt entdeckte, war reiner Zufall. Im Jahr 1968 bestritt Schäfer mit der Rheinland-Auswahl während eines Trainingscamps in Wedau ein Freundschaftsspiel gegen die zweite Mannschaft von Borussia. Weisweiler, immer auf der Suche nach Talenten, schaute sich das Spiel an. Schäfer erinnert sich, wie er zur Halbzeit eingewechselt wurde und zwei Treffer erzielte. Unmittelbar nach Abpfiff trat Weisweiler an ihn heran und sprach eine Einladung für ein Probetraining am Bökelberg aus – Schäfer konnte seinen Ohren kaum trauen.

Beim Probetraining war die Anspannung riesig. Schäfer war extrem nervös und wollte glänzen, doch dann folgte ein unvergesslicher Weisweiler-Augenblick. Der Coach holte ihn zu sich, um ganz persönlich mit ihm am Spannschuss zu feilen. Aus über 20 Metern Entfernung spielten die beiden sich den Ball zu. Weil Schäfers Zuspiele nicht die Präzision des Trainers erreichten, wurde Herbert Laumen herbeigerufen. Er sollte dem Nachwuchsmann die korrekte Ausführung demonstrieren.

Genau diese Akribie von Weisweiler hat Schäfer für immer geprägt und den Grundstein für seine eigene, sehr erfolgreiche Laufbahn als Trainer gelegt. Er stand nicht nur in der Bundesliga an der Seitenlinie, sondern betreute auch die Nationalmannschaften von Kamerun, Thailand und Jamaika.

Zu seinen größten Triumphen als Coach zählen der Sieg beim Afrika-Cup 2002, der Pokalerfolg im Iran 2017/18 und der Meistertitel, den er 2005/06 in den Vereinigten Arabischen Emiraten holte. Bereits als Aktiver hatte er die Denkweise eines Trainers, wofür ihn Weisweiler sogar einmal lobte. Der Entschluss, endgültig ins Trainergeschäft einzusteigen, reifte, als er verletzungsbedingt für Jupp Heynckes die Gegner analysierte. Ab Januar 2025 übernimmt er die Position des technischen Direktors beim Fußballverband von Ghana. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.