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Von Achim Müller, Hannah Gobrecht

Nach Hetze aus braunem Sumpf Gladbach-Manager: Haut ab! Euch will keiner bei Borussia sehen!

Klare Kante gegen den braunen Sumpf: Max Eberl, Manager von Borussia Mön chengladbach, hat deutlich gemacht, wie wichtig seinem Klub der Kampf gegen Rassimus, Diskriminierung und Gewalt ist.

Klare Kante gegen den braunen Sumpf: Max Eberl, Manager von Borussia Mön chengladbach, hat deutlich gemacht, wie wichtig seinem Klub der Kampf gegen Rassimus, Diskriminierung und Gewalt ist. 

Mönchengladbach - Hetz-Attacke auf Borussia Mönchengladbach. Weil der Klub vom Niederrhein gemeinsam mit dem 1. FC Köln, Borussia Dortmund und Schalke 04 in einer Video-Produktion klare Kante gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt gezeigt hat, erntete der VfL auf seinen Social-Media-Kanälen, nach unseren Infos vor allem auf Facebook und Youtube, einen Shit-Storm aus dem rechten Milieu.

Westklubs gegen den braunen Sumpf

Ein tiefbrauner Internet-Sumpf. Die Internet-Hetze hatte solche Ausmaße angenommen, dass der VfL Borussia noch am Mittwochabend mit einem Statement auf all‘ seinen digitalen Kanälen in die Öffentlichkeit ging (GladbachLIVE berichtete). Und in aller Deutlichkeit und Schärfe seine schwarz-weiß-grüne Position verdeutlichte. Borussia bekennt Farbe gegen rechten (Internet-) Terror.

Fohlen-Manager Manager Max Eberl (46) hat am Donnerstag auf Nachfrage noch einmal in einer persönlichen Erklärung klargemacht, wie wichtig Borussia das Thema nimmt. Eberl: „Zunächst einmal: Das gemeinsame Video ist herausragend. Es unterstreicht unser Statement, unsere Meinung zu Rassismus, zu Ausgrenzung!“ Ob BVB, Königsblau, Geißbock oder Fohlen – die West-Giganten bilden eine gemeinsame Front gegen den braunen Sumpf.

Eberl: Fußball steht für Miteinander

Eberl: „Das ist ein Thema, welches uns schon immer begleitet. Der Fußball hat schon immer in einer unfassbaren Art und Weise gelebt, dass so etwas in Mannschaften, im Sport, gänzlich ausgeschlossen ist. Wenn solche seltsamen Laute (nachgeäffte Affenlaute, Anm. d. Red.) kommen, dann kommen sie von den Zuschauerrängen, sie kommen von außen, aber der Fußball selber steht für Integration. Er steht für ein Miteinander, er steht für Gleichheit von allen, von allen Menschen und Personen, welcher Art auch immer. Das haben wir mit diesem Video unterstrichen.“

Dass in diesem Kontext sportliche Erzrivalen, vom Ruhrpott über den Niederrhein bis an das domstädtische Rheinufer, in diesen Tagen mit allem Nachdruck eine rote Linie ziehen, ist mehr als nur ein PR-Nummer zur (globalen) Gunst der Stunde.

Eberl: „Das waren Gesten von Spielern, die sich spontan dazu geäußert haben. Wir als Verein haben spontan gesagt, dass wir komplett dahinterstehen. Das haben wir mit diesem Video noch einmal dokumentiert.“

Eberl: Wollen sie hier nicht sehen!

Eberl betont weiter: „Und die Reaktionen, die da teilweise erfolgt sind, zeigen, wie krank unsere Gesellschaft ist, wenn dann solche Statements darunter stehen. Statements, die genau in die andere Richtung gehen.“

Seine folgenden Worte dürften ähnlich in Dortmund, Schalke oder am Geißbockheim klingen: „Ich würde mir wünschen, dass in diesem Social-Media, in dem so viel Anonymität herrscht, dass man es trotzdem schafft, diese Menschen zu finden und zu bestrafen – und sie aus unserer Gesellschaft zu verbannen. Ich finde, solche Menschen haben bei uns nichts verloren. Sie haben bei Borussia Mönchengladbach nichts verloren. Die sollen einfach ihre Mitgliedschaft kündigen und nach Hause gehen. Ich will sie hier nicht mehr sehen.“