Gladbach-Einzelkritik Eine Zwei und drei Fünfen bei knapper Pleite in Freiburg
Das Freiburg-Gastspiel von Borussia Mönchengladbach war von vielen Luftduellen geprägt.
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Der Sonntags-Ausflug in den Breisgau endete für Borussia Mönchengladbach ohne Punktgewinn mit einem 1:2 beim SC Freiburg.
Defensiv über weite Strecken stabil, entwickelte Gladbach nach vorne kaum mal Gefahr und blieb lange Zeit ohne direkten Abschluss aufs Tor. Die Niederlage durch Tore von Matthias Ginter (38.) und Igor Matanovic (72.) ging daher unter dem Strich in Ordnung, das Anschlusstor von Haris Tabakovic (85.) kam zu spät.
Bundesliga: Gladbach unterliegt in Freiburg
Hier gibt es die Noten der Fohlen-Profis nach dem Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg in unserer Einzelkritik:
Moritz Nicolas: War nach 28 Minuten erstmals bei einem Suzuki-Fernschuss gefordert und auf dem Posten. Danach direkt häufiger im Fokus. Verhinderte mit sensationellem Reflex nach gut einer Stunde das 0:2. Als das Tor rund zehn Minuten später dann doch fiel, wirkte er nicht ganz glücklich beim allerdings auch undankbaren ersten Abschluss. Note: 2,5
Kota Takai: Diesmal etwas weniger in den Aufbau eingebunden als bei seinen vielversprechenden vorigen Auftritten. Rückte später ins Mittelfeld vor, verlor dabei aber den Ball in der Entstehung des zweiten Gegentreffers. Wie schon in Frankfurt ein Fehler mit direkter Torfolge. Note: 4
Nico Elvedi: Als Gladbacher Ersatz-Kapitän ging der Schweizer im Spielaufbau wie gewohnt voran, dazu auch kompromisslos im Zweikampfverhalten. Beim schnellen Freiburger Konter vor dem 0:2 dann einmal nicht ganz auf dem Posten. Note: 3
Kevin Diks (bis 83.): Der Rückkehrer nach einer Gelbsperre war von Beginn an in vielen robusten Zweikämpfen gefordert, hielt dabei stark dagegen. Verlängerte beim Freiburger 1:0 den langen Einwurf unglücklich für Ginter. Hatte auf der anderen Seite mit seinem frechen Versuch aufs kurze Eck den besten Gladbacher Abschluss des Spiels. Note: 3
Joe Scally: Seine beiden Flanken im ersten Durchgang landeten im Toraus, beim artistischen Ginter-Tor dann als direkter Gegenspieler den entscheidenden Schritt zu spät. Wie so oft in dieser Saison weder hinten noch vorne ein verlässlicher Faktor. Note: 5
Yannik Engelhardt (bis 62.): Der frühere Freiburger versuchte sich als Organisator im Mittelfeld, die Lücken wollten sich aber nicht so richtig auftun. Taktisch richtig, dass er einen gefährlichen Freiburger Konter mit einem Foul ausbremste und sich Gelb abholte. Note: 3,5
Philipp Sander: Rückte als Vertreter des gesperrten Rocco Reitz auf seine eigentliche Stammposition im Mittelfeld-Zentrum. Brachte sich im Spielaufbau einmal selbst in die Bredouille und rettete mit riskanter Grätsche. Insgesamt mit Licht und Schatten. Note: 4
Lukas Ullrich (bis 62.): Brachte mehr Dynamik rein als Scally auf der Gegenseite, offensive Wirkung entfaltete aber auch der schnelle Linksverteidiger nicht. Note: 4
Franck Honorat: Konnte sich nur selten aus der Freiburger Bewachung lösen. Seine Qualitäten am Ball waren in den wenigen Szenen zwar direkt zu erkennen, allerdings fehlte zumeist das entscheidende Quäntchen Glück – was auch für die oft etwas zu lang geratenen Standardsituationen galt. Note: 5
Hugo Bolin (bis 62.): Nach ersten Schnupperstunden als Joker feierte der Schwede in Freiburg seine Startelf-Premiere. Bot sich immer wieder offensiv an und war viel unterwegs, konnte gegen schwer zu bespielende Freiburger aber nicht wirklich die erhofften Duftmarken am Ball setzen. Nach der Pause dann mutiger und auch mit mehr Freiräumen, wurde mehrmals per Foul gestoppt. Note: 4
Haris Tabakovic: Rieb sich lange erfolglos auf, nur wenige Minuten nach seinem haarscharfen Abseits-Tor belohnte er sich nach einer Ecke mit dem Anschlusstor aber doch noch für seinen Eifer. Teils sogar in Doppeldeckung, dadurch stets gut bewacht – und mit ungenauer Ballannahme auch an der Entstehung des 0:2 nicht unbeteiligt. Ganz spät hatte er sogar noch den Ausgleich auf dem Schlappen. Note: 3
Jens Castrop (ab 62.): Sollte das Spiel noch einmal beleben, war in seinen rund 30 Minuten Einsatzzeit aber kein nennenswerter Faktor. Note: 4,5
Wael Mohya (ab 62.): Freiburg ließ ihm nicht den Platz, den er für seine schnellen Vorstöße braucht. Ließ sein Können im Vorfeld des wegen einer haarscharfen Abseitsposition aberkannten Tabakovic-Treffers aufblitzen und hatte auch beim Beinahe-Ausgleich seine Füße im Spiel. Note: 3
Shuto Machino (ab 62.): Schaute kurz nach seiner Einwechslung nur zu, als Beste ihm entwischte und beinahe zum 2:0 einschoss. Bei keiner anderen Szene stand er danach noch einmal so im Blickpunkt. Note: 5
Kevin Stöger (ab 83.): Kam rein und trat direkt die Ecke auf den Kopf von Tabakovic zum Anschlusstor. Keine Note