Gladbach-Noten Fünfen-Festival und vier Sechsen nach Horror-Halbzeit in Hoffenheim
Haris Tabakovic wehrte sich bei der Gladbach-Pleite in Hoffenheim, war vor dem Tor aber kein Faktor.
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Rabenschwarzer Mittwoch für Borussia Mönchengladbach!
Im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim kam Gladbach schon vor der Pause unter die Räder, lag nach 45 Minuten mit 0:4 zurück. Am Ende hieß es in Sinsheim 1:5.
Gladbach vor der Pause von der Rolle
Andrej Kramaric drehte Gladbach mit einem Dreierpack (22., Foulelfmeter, 45.+1 und 45.+4) einmal auf links, Tim Lemperle hatte den ersten Hoffenheimer Doppelschlag mit dem Treffer zum 2:0 in der 24. Minute perfekt gemacht. Den Ehrentreffer von Joker Shuto Machino (69.) konterte die TSG mit dem Schlusspunkt durch Max Moerstedt (77.).
Hier gibt es die Noten der Fohlen-Profis nach dem Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim in unserer Einzelkritik:
Moritz Nicolas: Versuchte alles, um weitere Treffer zu verhindern. Keines der Gegentore ging auf seine Kappe, dazu verhinderte er mehrere weitere Einschläge. Note: 3
Philipp Sander: Verursachte den Elfmeter zur Hoffenheimer Führung mit seinem ungeschickten Einsatz im Strafraum gegen Burger. Auch darüber hinaus selten auf der Höhe und mit vielen, vielen Fehlern. Note: 6
Nico Elvedi: Schon eine anfängliche Unsicherheit deutete an, dass der Abwehrchef einen nicht allzu entspannten Abend erleben würde. Er schaffte es nicht, die löchrige Defensive zu stabilisieren, die vor der Pause nicht nur bei den Gegentor-Szenen überfordert wirkte. Note: 6
Kevin Diks: In einem Hühnerhaufen noch am ehesten mit Orientierung, aber auch er war beim Gegentore-Hagel vor der Pause längst nicht frei von Schuld. Note: 5
Joe Scally: Früh im Glück, dass er keinen Handelfmeter verursachte, doch Glücksgefühle kamen im weiteren Verlauf des Spiels dann nicht mehr auf. Offensiv ohne Impulse, defensiv ebenfalls kaum ein Faktor. Note: 5
Yannik Engelhardt (bis 46.): Hatte früh im Spiel Glück, dass ihn Nicolas nach einem Querschläger vor dem Eigentor bewahrte. Auch danach immer wieder ohne Orientierung und mit 17 Prozent Zweikampfquote längst nicht der erhoffte Anker vor der wackeligen Abwehr. Als Einziger schon zur Pause erlöst, weil Polanski Angst vor einer Gelb-Roten Karte hatte. Note: 6
Lukas Ullrich (bis 89.): Durfte sich von Beginn an über links beweisen, empfahl sich aber nicht gerade für weitere Startelf-Chancen. Offensiv anfangs kurz zu sehen, anschließend aber vor allem hinten ge- und teils auch überfordert. Note: 5
Rocco Reitz: War im Defensiv-Chaos nicht die dringend benötigte ordnende Hand, verlor Bälle und konnte die entscheidenden selbst nicht erobern. Bereitete den Ehrentreffer nach starker Balleroberung und gutem Pass vor. Note: 5
Jens Castrop (bis 69.): Auch er konnte in Ballbesitz praktisch keine Akzente setzen und den Schaden gegen den Ball nur bedingt abwenden. Unterirdische Passquote von 50 Prozent. Note: 6
Frank Honorat (bis 56.): Konnte seine Schnelligkeit praktisch überhaupt nicht einbringen und war entsprechend vorne wirkungslos. Note: 5
Haris Tabakovic (bis 69.): Rieb sich mit und gegen den Ball gegen Hoffenheims Abwehr-Kante Ozan Kabak auf, kam dabei kaum zur Entfaltung. Stand bei seiner kläglich vergebenen Chance alleine vor dem Tor, zu seinem Glück im Abseits. Ein gebrauchter Tag im Spiel gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber. Note: 5
Kota Takai (ab 46.): Mit ihm stabilisierte sich die zuvor noch so wacklige Borussia. Der Winter-Neuzugang zeigte in mehreren Szenen, dass er auch ohne lange Anlaufzeit direkt eine Verstärkung ist. Note: 3
Shuto Machino (ab 56.): Längst nicht alles gelang ihm, aber die Chance zum 1:4 ließ er sich alleine vor Baumann nicht entgehen. Note: 3
Wael Mohya (ab 69.): Konnte sich kaum mal in Szene setzen. Auch wenn Gladbach kurz nach seiner Einwechslung traf, war das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst gelaufen. Note: 4
Kevin Stöger (ab 69.): Brachte nicht die erhoffte spielerische Komponente ins Spiel. Note: 4
Luca Netz (ab 89.): Kam nur noch für die letzten Sekunden ins Spiel. Keine Note