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Klartext vom Sport-Boss Schröder packt über Gladbach-Umbruch und Transfer-Pläne aus

David Zibung und Rouven Schroeder auf einer Bank

David Zibung und Rouven Schroeder auf einer Bank.

Im Podcast „Pfostenbruch“ hat sich Rouven Schröder, der seit Mai 2024 als Sport-Geschäftsführer bei Borussia Mönchengladbach agiert, den Fragen gestellt.

Er wusste von Anfang an um die heikle Situation des Klubs, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Sein Mantra ist eindeutig: „Es gibt keine Alternative zu Positivität“. Dies sei aber keinesfalls als Beschönigung zu verstehen.

Schröder: „Nur mit Streicheln und ‚Wir sind alle super‘ geht es nicht“

Führungspersonen müssen eine Vorbildfunktion einnehmen, betont der Sport-Chef. Er stellt unmissverständlich fest: „Nur mit Streicheln und ‚Wir sind alle super‘ geht es nicht“. Aus diesem Grund wurde anfangs eine Bestandsaufnahme gemacht und dabei die internen Abläufe genau geprüft.

Im Zuge dessen übernahm Steffen Korell auf seinen persönlichen Wunsch hin die Position des strategischen Beraters. Nach Schröders Ansicht benötigte die Borussia-Familie frischen Wind von außen. 

Für diesen frischen Wind sorgt seit März auch André Hechelmann, der neue Chefscout. Schröder kennt ihn aus der gemeinsamen Vergangenheit bei Schalke 04 sowie Mainz 05 und charakterisiert ihn als „total loyalen Menschen“. Das berichtet „Fohlen-Hautnah“.

Zu den zentralen Aufgaben zählt jetzt die Zusammenstellung des Kaders für die nächste Spielzeit, wobei auch die Gehälter gesenkt werden müssen. Sämtliche Beschlüsse erfolgen in enger Rücksprache mit Coach Gerardo Seoane. „Gerardo hat hier Vertrag, und ich kenne das nur so, dass man den Trainer mit einbezieht“, äußert sich Schröder.

Die zurückliegende Transferphase im Winter nannte er „mit das Schwierigste“. Die Annahme war, dass sowohl Tim Kleindienst als auch Robin Hack rascher wieder einsatzbereit wären, sonst hätte der Klub auf dem Transfermarkt eventuell energischer agiert.

Den Verlust von Kleindienst stellt er auf eine Stufe mit dem eines echten Top-Angreifers: „Tim Kleindienst ist unser Harry Kane“. Trotzdem zeigt er sich mit seiner ersten Transfer-Action im Amt glücklich, beispielsweise wegen der Verhandlungen zur Leihe von Kota Takai und dem Last-Minute-Transfer von Hugo Bolin.

Der Sport-Chef ließ unkommentiert, ob Leihgaben, darunter Yannik Engelhardt, Haris Tabakovic, Takai und Alejo Sarco, dauerhaft bleiben. Das hänge vom finanziellen Spielraum und der Performance der geliehenen Akteure ab. „Wir können bis zum Saisonende draufschauen. Die Jungs haben gleichzeitig die Möglichkeit, bis zum Schluss alles für Borussia zu geben. Ich habe bei keinem das Gefühl, sich nicht mit Borussia zu identifizieren, das ist ein großes Kompliment“, so Schröder.

Abgesehen von dem Wechsel von Rocco Reitz zu RB Leipzig im Sommer habe ihm zudem bislang kein anderer Profi einen Wechselwunsch mitgeteilt. „Alle sind total fokussiert“, stellt er sicher, ist sich aber bewusst, dass im Sommer Begehrlichkeiten von größeren Vereinen geweckt werden könnten.

Auf lange Sicht verfolgt Schröder eine deutliche Ambition: einen einstelligen Tabellenplatz. Vorher steht jedoch die Sicherung des Ligaverbleibs an, bei der er sich „zu hundert Prozent überzeugt“ zeigt.

Anschließend ist eine Neuausrichtung geplant, die ihre Zeit benötigen wird. Wichtig sei es, eine Balance aus Routiniers und Nachwuchskräften wie Wael Moyha zu finden. Das Ziel ist ein Spielstil, „der uns die Chance auf Einstelligkeit gewährleistet“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.