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Von Yannick Reinke

Mit „Flammenschwert“ durch die Kabine? Wie Farke Gladbach auf das Derby einstellt

Daniel Farke treibt seine Mannschaft an, hier am 17. September 2022 beim Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig. Farke gestikuliert mit den Armen und ruft etwas aufs Spielfeld.

Daniel Farke treibt seine Mannschaft an, hier am 17. September 2022 beim Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig.

Derby-Debüt für Daniel Farke (45)! Der Coach von Borussia Mönchengladbach wird am Sonntag (9. Oktober 2022, 15.30 Uhr) erstmals bei einem Spiel gegen den Erzrivalen aus Köln an der Seitenlinie stehen.

Auch ohne direkte Derby-Erfahrung weiß Farke, um die Besonderheiten eines solchen Lokalduells. Wie er seine Mannschaft am Sonntag einstellen will, hat der 45-Jährige vor dem Anpfiff verraten.

Gladbach: Farke will vor Derby nicht „mit dem Flammenschwert durch die Kabine rennen“

„Man muss eine gute Balance finden“, betont Daniel Farke vor dem Derby von Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln

„Klar musst du ein Derby besonders emotional angehen, das liegt auf der Hand. Wenn du da nicht bei 100 Prozent bist, dann hast du in so einem Spiel keine Chance“, so Farke. „Aber nur Emotionen reichen nicht, das steht auch fest.“

Um diese Balance zu beschreiben, blickt Farke weit in die Borussia-Historie zurück. „Dieser Verein ist auch unter anderem der Verein von Berti Vogts“, führt er an. Deswegen sei es immer wichtig, diszipliniert und kampfbereit in der Defensive zu arbeiten. 

Aber: „Wir sind auch der Verein von Hennes Weisweiler, Günter Netzer und Jupp Heynckes.“ Sprich, das Spiel mit dem Ball soll im Vordergrund stehen. 

Die zu Saisonbeginn viel zitierte „Borussia-DNA“ soll auch in einem solchen emotionalen Spiel zu sehen sein. Das Gladbacher Spiel müsse klar erkennbar werden, trotz der äußeren Umstände, nur so könne sich Borussia von anderen Mannschaften absetzen.  

Bei aller Emotionalität will Farke auch in der Ansprache an das Team den Fokus auf das Spielerische legen: „Wenn ich nur mit dem Flammenschwert durch die Kabine renne und versuche, die Jungs anzuzünden, dann wird das nicht reichen.“

Einen allzu großen Fokus wollte der Gladbach-Coach also nicht auf die Emotionalität legen, auch wenn er die Wichtigkeit immer wieder betonte.

„Mit heißem Herz, aber auch mit kühlem Kopf“ soll seine Mannschaft auftreten, schließt Farke ab. „Wir müssen in den Dingen gut sein, die diese Mannschaft auszeichnen. Wenn wir das tun, dann glaube ich, haben wir eine gute Chance, ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Ein gutes Ergebnis, das sich die Gladbach-Fans nach langer Zeit mal wieder gegen Köln erhoffen.

Ob es nun mit dem Flammenschwert oder über die Borussia-DNA passiert, einen Derbysieg würden die Fans sicherlich nehmen, egal wie er zustande kommt.