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Von Olivier Keller (oke)

Gladbach sondiert in Polen Warschau-Talent im Fokus der Abwehr-Pläne

Jan Leszczynski von Legia Warschau

Jan Leszczynski von Legia Warschau gehört zum Kandidatenkreis der Fohlen für die Innenverteidigung.

Borussia Mönchengladbach sucht weiterhin nach Verstärkung im Abwehrzentrum und hat dabei auch den Blick nach Osteuropa gerichtet. Nach Informationen des „Kicker“ gehört Jan Leszczynski von Legia Warschau zum Kandidatenkreis der Fohlen. Der 19-jährige polnische Innenverteidiger sammelt derzeit erste Einsätze bei den Profis – in der abgelaufenen Saison kam der Defensivspieler auf vier Ligaspiele für den polnischen Top-Klub.

Leszczynski bringt das Profil mit, das am Niederrhein gesucht wird: jung, entwicklungsfähig und mit großem Potenzial. Der Pole entspricht damit dem Anforderungsprofil, das Sportchef Rouven Schröder bei der Neustrukturierung der Abwehr vor Augen hat.

Gladbach sucht nach Talent für die Innenverteidigung

Allerdings ist Leszczynski nur einer von mehreren Kandidaten auf Gladbachs Liste. Der „Kicker“ ordnet den jungen Warschauer als einen von verschiedenen Optionen ein, die Schröder und Konsorten prüfen.

Die Gründe für die breit angelegte Suche sind offensichtlich: Mit Nico Elvedi und Kevin Diks verfügt Gladbach über zwei erfahrene Stammspieler, die jedoch Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen haben. Hinzu kommt Eigengewächs Fabio Chiarodia, dessen Vertrag zwar kürzlich bis 2028 verlängert wurde – doch insgesamt bleibt der Bestand überschaubar.

Zuletzt wurde auch der dänische U-21-Nationalspieler Lukas Kirkegaard von Viborg FF mit Gladbach in Verbindung gebracht. Das Angebot über 3,5 Millionen Euro soll nach Berichten des dänischen Fachmagazins „Tipsbladet" aber abgelehnt worden sein. Auch der usbekische Nationalspieler Ayom Urozov sowie der belgische Zweitligist-Spieler Jannik Sirch vom 1. FC Kaiserslautern stehen laut Medienberichten auf der Beobachtungsliste.

Gladbach bevorzugt offenbar folgende Strategie: Neben dem Halten erfahrener Kräfte soll es auch um junge Spieler gehen, die noch nicht am Limit angekommen sind. Leszczynski passt in dieses Raster – auch wenn sein bisheriger Einsatzbestand in der obersten polnischen Spielklasse noch überschaubar ausfällt. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Mögliches Entwicklungspotenzial zum Bruchteil dessen, was etablierte Bundesliga-Profis kosten würden.

Ob aus dem Interesse konkrete Verhandlungen werden, bleibt offen. Gladbach wird die Situation weiterhin sondieren, zumal durch den feststehenden Abschied von Rocco Reitz auch finanzielle Mittel für Investitionen in der Abwehr zur Verfügung stehen werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, welcher Name sich am Ende durchsetzt. (oke)