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Von Jannik Sorgatz

Rekord-Sommer mit Riesen-Effekt Gladbachs Transfer-Raketen haben voll gezündet

Stefan Lainer war im Sommer einer von vier neuen Zugängen, für die Borussia Mönchengladbach mehr als 40 Millionen Euro Ablöse bezahlte.

Stefan Lainer war im Sommer einer von vier neuen Zugängen, für die Borussia Mönchengladbach mehr als 40 Millionen Euro Ablöse bezahlte.

Mönchengladbach - Auf den ersten Blick sah es nach einem Defizit aus. Zwölf Millionen Euro für Stefan Lainer (27), elf Millionen für Breel Embolo (22), zehn Millionen für Marcus Thuram (22) und noch einmal rund zehn Millionen für Ramy Bensebaini (24) hatte Borussia im Sommer hingeblättert – Vereinsrekord, auch ohne die etwa drei Millionen Ablöse für Trainer Marco Rose (43).

Aus Verkäufen generierte Gladbach dagegen zunächst nur die 25,5 Millionen für Thorgan Hazard (26) und schien selbst noch im Minus zu sein, nachdem sich Michael Cuisance (20) für zwölf Millionen zum FC Bayern geekelt hatte.

Gladbach: Marktwert der Neuzugänge hat sich fast verdoppelt

Doch Manager Max Eberl (46) hat sich sein Budget zusammengepuzzelt. Nico Schulz (26) ging von Hoffenheim nach Dortmund, Djibril Sow (22) von Bern nach Frankfurt, Luuk de Jong (29) von Eindhoven nach Sevilla – und stets verdiente Borussia mit. Hinzu kamen die fixen Einnahmen aus der Europa League.

Rückblickend lässt sich sagen: Den teuersten Transfer-Sommer hat Borussia risikofrei aus den vorhandenen Mitteln gestemmt, mit riesigem Erfolg. Bis zur Winterpause hat sich der Marktwert des Quartetts Lainer, Embolo, Thuram und Bensebaini bereits verdoppelt (hier lesen Sie mehr).

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Der Vize-Herbstmeister war somit der Einkaufs-Meister. Zum Teil setzte Borussia im Sommer Pläne um, die schon seit Jahren in der Schublade lagen. Thuram schauten sich Chefscout Steffen Korell (48) und sein Team erstmals bei der U19-EM 2015 an. „Ich glaube, wenn das so weitergeht und seine Entwicklung Schritt hält, gibt es nicht so viele Limits“, sagte Korell bereits im Oktober über den Franzosen, der zweifellos das Prädikat „Königstransfer“ verdienen würde – wenn die anderen drei Neuen ihm diese Auszeichnung nicht alle auf ihre Weise streitig machen würden.

An Embolo hatte Borussia bereits gebaggert, bevor der Schweizer für 23 Millionen Euro vom FC Basel zum FC Schalke wechselte. Dass ein Spieler später für weniger als die Hälfte der Ablöse weiterzieht und – salopp gesagt – doppelt so gut performt, kommt nicht alle Tage vor. Sechsmal hat Embolo in der Liga für Gladbach getroffen, alle 151 Minuten, was Bestwert beim Hinrundenzweiten ist und schon jetzt ein persönlicher Rekord für das Mitglied der „Fohlen-Büffel“ im Angriff.

Stefan Lainer: Einer für verrückte Dinge bei Gladbach

Bei Lainer musste Borussia im Sommer 2018 passen. Um ein Haar wäre der Österreicher damals von RB Salzburg zur SSC Neapel gewechselt. Ein Jahr später ging er dann doch an den Niederrhein, gemeinsam mit Trainer Rose, für den er zum Botschafter des neuen Stils wurde. „Es ist gut, jemanden zu haben, der das schon kennt und eine Mannschaft mitreißen kann, der gerade im Pressing auch mal verrückte Dinge macht“, sagt Eberl über Lainer.

Borussia Mönchengladbach: Die größten Ausgaben in einem Transfer-Sommer

Bensebaini kam als Pokal-Held aus Rennes und als Afrika-Cup-Sieger mit Algerien nach Gladbach. Dort ist der Linksverteidiger nun nicht nur der Mann, der einen Doppelpack beim 2:1 gegen die Bayern erzielte, sondern der erste ernsthafte Konkurrent für Oscar Wendt (34), seitdem der Schwede hinten links selbst eine Institution namens Filip Daems (41) verdrängte.

„Ramy ist ein emotionaler Spieler, der aus sich herausgeht. Manchmal vielleicht zu sehr, wenn ich an die Gelb-Rote Karte gegen Bremen denke. Aber das tut uns gut. Wir wollten fußballerische Qualität und Power, aber auch Emotionalität“, sagt Eberl.

Hier lesen Sie mehr: Was wird aus der Rotationsmaschine von Marco Rose bei Borussia Mönchengladbach?

Der aktuelle Kader hat um die 150 Millionen Euro an Ablöse gekostet – „nur“ nach heutigen Maßstäben – und ist inzwischen mehr als das Doppelte wert. Die vier Fohlen, die im Sommer für gut 40 Millionen kamen, haben jetzt schon einen starken Teil dazu beigetragen, dass Eberl 2020 wohl weniger puzzeln muss – falls Borussia am Ende in die Champions League einzieht.

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