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Von Jannik Sorgatz

„Auf, auf, auf in die Champions League!“ Borussia will nicht das fünfte Rad am Wagen sein

Die Europa League ist für Borussia Mönchengladbach ein großer Erfolg. Aber Max Eberl hätte wie alle im Verein schon große Lust, mal wieder die Champions-League-Hymne zu hören.

Die Europa League ist für Borussia Mönchengladbach ein großer Erfolg. Aber Max Eberl hätte wie alle im Verein schon große Lust, mal wieder die Champions-League-Hymne zu hören.

Mönchengladbach - Der späte Siegtreffer des VfL Wolfsburg bei Werder Bremen hat noch ein Sternchen hinter Borussias erneute Europacup-Teilnahme gepackt.

Vier Spieltage vor dem Ende haben die Fohlen elf Punkte Vorsprung auf den Sechsten. In der Theorie (wirklich ganz, ganz theoretisch) könnte Gladbach den fünften Platz und damit das direkte Ticket für die Gruppenphase der Europa League noch verlieren. Dennoch sagt Manager Max Eberl (46) bereits hocherfreut: „Wenn man mit Abschluss des 30. Spieltags die Teilnahme am internationalen Wettbewerb geschafft hat, ist das großartig.“

Gladbach zu 99,9 Prozent in der Gruppenphase der Europa League

Zur grauen Theorie: Würde Borussia noch auf den sechsten Platz abrutschen (die Wahrscheinlichkeit liegt im Promillebereich), müsste sie die lästige Qualifikations-Mühle der Europa League durchlaufen. Aber auch nur dann, wenn weder Bayer 04 Leverkusen noch Bayern München (ebenfalls schon für Europa qualifiziert) den DFB-Pokal gewinnen würde. Deshalb darf der Mannschaft von Trainer Marco Rose (43) getrost zu mindestens sechs Europacup-Abenden in der neuen Saison gratuliert werden.

In welchem Wettbewerb, zu welchem Zeitpunkt, unter welchen Bedingungen – all das ist noch offen. Und nur die Klärung der Frage, ob es zum dritten Mal die Champions League wird oder erneut die Europa League, hat Borussia in der eigenen Hand.

Über den Fünfkampf um vier Tickets für die Königsklasse sagt Eberl deshalb: „Wenn die ganz Großen schwächeln, wollen wir da sein und unsere Chance nutzen. Aber leider schwächeln diese Klubs in dieser Saison kaum. Der FC Bayern und der BVB liegen ganz vorne, auch Leipzig und Leverkusen erlauben sich nur wenig und spielen beide eine sehr stabile Saison.“

Borussia Mönchengladbach will die Großen ärgern

Doch Eberl betont: „Das tun wir auch, deshalb sind wir im Rennen um die Champions League-Ränge auch noch dabei. Aber es gibt eben nur vier Plätze und fünf Bewerber darum. Borussia Mönchengladbach hat es in den vergangenen zehn Jahren geschafft, sich an die Top-Klubs der Liga heranzurobben. Wir haben es noch nicht geschafft, mit ihnen auf Augenhöhe zu sein oder sie gar zu überholen. Doch es ist uns immer wieder gelungen, sie zu ärgern.“

In der Tabelle seit 2011, die die erfolgreiche Gladbacher Neuzeit (sechsmal Europa, immer einstellig) erfasst, ist Borussia Vierter. Unter Rose hat sich der Verein abgesetzt vom Fünften in diesem Neun-Jahres-Zeitraum, dem FC Schalke, und den Kontakt zum Dritten, Bayer 04 Leverkusen, gehalten. Erst seit 2016 mischt RB Leipzig in der Bundesliga mit, Borussia Dortmund und der FC Bayern München sind uneinholbar.

Eberl gibt Marschroute für den Endspurt vor

Nach einer Saison mit acht Spieltagen an der Tabellenspitze, die dazu die zweitbeste seit 1984 werden dürfte, verspüren die Gladbacher offenbar keine Lust, im Endspurt das fünfte Rad am Wagen zu sein. „Etwas Großes haben wir mit der erneuten Europapokal-Teilnahme bereits erreicht“, sagt Eberl. „Die letzten vier Spieltage wollen wir nun dazu nutzen, noch etwas Außergewöhnliches zu schaffen.“

„Auf, auf, auf in die Champions League!“, sangen die Fans vor fünf Jahren zur Melodie von „Blau blüht der Enzian“, als die Königsklasse klargemacht wurde. Dieses Motto wollen sich die Borussen offenbar auch jetzt zu Herzen nehmen.