Gladbachs XXL-Kader Diese Fohlen stehen auf der Streichliste
Schröder muss Gladbachs Kader unter Zeitdruck verkleinern.
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Das 0:3-Debakel im Freundschaftsspiel gegen Hannover 96 löst bei Borussia Mönchengladbach höchste Alarmstufe aus. Gnadenlos deckte die miese Performance auf: Eine Generalüberholung des Teams ist unumgänglich. Für Sportchef Rouven Schröder bedeutet das enormen Druck, denn der riesige Kader muss dringend verkleinert werden.
Ein selbstgeschaffenes Dilemma: Manche Bereiche sind überfüllt, doch an anderer Stelle mangelt es an der erforderlichen Klasse. Diese Schwachstellen durchziehen die komplette Mannschaft und verlangen nach sofortigen Maßnahmen. Das berichtet „BMG-News“.
Gladbach: Diese Stars stehen auf der Abschussliste
Vor allem im Abwehrzentrum herrscht ein Riesen-Stau. Gleich fünf etatmäßige Innenverteidiger stehen mit Kevin Diks, Nico Elvedi, Kota Takai, Fabio Chiarodia und Marvin Friedrich zur Verfügung. Zusätzlich bieten sich Sander und Scally als Alternativen für die Dreier-Abwehrreihe unter Coach Eugen Polanski an. Für Marvin Friedrich, dessen Kontrakt im Sommer endet, tendieren die Spielminuten gen Null – eine rasche Trennung wäre für alle Beteiligten die beste Lösung. Die Aussichten für Fabio Chiarodia sind ebenfalls alles andere als rosig. Seit seinem Wechsel 2023 von Werder Bremen für etwa zwei Millionen Euro hat sich der 20-Jährige nie wirklich etablieren können. Die einzig sinnvolle Folge scheint eine Leihe zu sein, um ihm regelmäßige Einsätze zu ermöglichen.
Auch auf den Flügelpositionen ist die Situation nicht entspannt. Für die zwei Plätze konkurrieren mit Joe Scally, Jens Castrop, Lukas Ullrich und Luca Netz gleich vier Akteure. Weil der Kontrakt von Luca Netz im Sommer ausläuft und der Verein nach dem Weggang von Oscar Fraulo dringend Einnahmen benötigt, könnte ein Verkauf von einem der beiden Linksverteidiger – Netz oder Ullrich – Geld in die Vereinskasse spülen.
Ein kostspieliges Problemfeld tut sich in der Mittelfeldzentrale auf. Dort drängen sich mit Giovanni Reyna, Florian Neuhaus und Kevin Stöger drei Profis mit sehr ähnlichem Profil, die allesamt zu den Spitzenverdienern zählen. Eine typische Spielmacher-Rolle ist in Polanskis Taktik nicht vorgesehen, weshalb das Trio auf den Halbpositionen agieren muss. Besonders Stöger hat mit dieser Aufgabe seine Schwierigkeiten und kann sein Potenzial bei weitem nicht abrufen. Ein Transfer im Winter, am besten von Stöger, könnte das Gehaltsbudget entlasten und diese personelle Blockade lösen.
In der Offensive sind ebenfalls einige Personalien ungeklärt. Gegen Hannover kam Tomas Cvancara auf der linken Außenbahn zum Einsatz, aber trotz seiner Schnelligkeit mangelt es ihm an der technischen Finesse für diese Rolle. In der Sturmspitze sind Tim Kleindienst, Haris Tabakovic und Shuto Machino die etablierten Kräfte, was einen Abgang von Cvancara sehr plausibel erscheinen lässt. Grant-Leon Ranos dürfte bei Borussia ebenfalls keine Perspektive mehr haben. Seine raren Gelegenheiten ließ der armenische Nationalspieler ungenutzt – eine Trennung wirkt unausweichlich.
Das stellt Rouven Schröder vor eine gewaltige Herausforderung in der aktuellen Transferperiode. Optimalerweise würde er das Aufgebot um fünf bis sechs Akteure reduzieren, um anschließend punktuell auf ein oder zwei Positionen qualitativ zu verstärken. Aber der Zeitdruck ist enorm und die Aufgabe alles andere als einfach. Einem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge sind zeitnahe weitere Wechsel jedoch nicht zu erwarten. (red)
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