„Jeder Furz wird hinterfragt“ Hanke und Effenberg zoffen sich im „WM-Doppelpass“
Ex-Borusse Mike Hanke war zu Gast beim „WM-Doppelpass“ und gab Stefan Effenberg bei einem Thema Kontra.
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Mike Hanke war im „WM-Doppelpass“ auf „Sport1“ zu Gast – und der einstige Liebling der Fans von Borussia Mönchengladbach nahm seinen früheren Bundestrainer Julian Nagelsmann in Schutz!
„Ich würde mir einfach mal wünschen, dass wir dem Julian mehr Vertrauen schenken“, sagte der 42-Jährige vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay am Montag (22.30 Uhr/ZDF und Magenta TV).
Mike Hanke über mangelndes Vertrauen: „Erinnert mich an 2006“
Hanke zog dabei eine bemerkenswerte Parallele: „Es erinnert mich so ein bisschen an 2006 bei der WM hier in Deutschland, das Sommermärchen. Jürgen Klinsmann wurde im Vorfeld von den Medien zerfetzt. Er war schon fast weg. Und im Nachhinein haben sie ihn angebettelt, dass er doch bitte bleibt.“
Die Situation mit Nagelsmann sehe ähnlich aus. „Gebt ihm bitte ein bisschen Vertrauen“, appellierte der ehemalige Stürmer, der 2006 selbst im DFB-Aufgebot stand, obwohl er aufgrund einer roten Karte beim Confed Cup 2005 für die ersten beiden Gruppenspiele gesperrt war. Er verpasste somit die Partien gegen Costa Rica und Polen.
„Sport1“-Experte Stefan Effenberg ließ den Appell nicht unwidersprochen stehen. „Vertrauen in K.-o.-Spielen ist gefährlich“, gab der TV-Experte zu bedenken.
Hanke aber blieb hartnäckig und wurde flapsig: „Ja, aber weißt du, jeder Furz wird hinterfragt und diskutiert. Dann gibt es da wieder eine Aufstellung und da wieder eine Aufstellung.“ Effenberg entgegnete schnippisch: „Aber dafür sitzen wir ja hier“.
Der Dissens drehte sich zuvor auch um die Frage nach Joshua Kimmichs Position. Effenberg hatte im „Doppelpass“ gefordert, den Bayern-Profi ins Mittelfeld zu beordern und Pavlovic zu ersetzen. Kimmich auf der rechten Außenbahn sei zu anfällig gegen schnelle Gegner.
Hanke sah das komplett anders: „Ich finde, lasst den Joshua auf rechts, weil er hat gegen Spanien 2024 im Viertelfinale ein überragendes Spiel gemacht. Da waren auch keine langsamen Spieler außen.“
In einer Sache aber waren sich die beiden Ex-Profis einig: Letztlich entscheidet Bundestrainer Julian Nagelsmann. Und wenn sich an der Aufstellung gegen Paraguay nichts ändern sollte, dann wenisgtens an der Einstellung. (oke)