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Von Achim Müller

Mobil-Machung nach Hass-Eklat Gladbach-Bosse nehmen „Zerstörer“ und „Mittäter“ ins Visier 

Vermummte Übeltäter in der Nordkurve haben gegen 1899 Hoffenheim für einen Hass-Eklat im Borussia-Park gesorgt. Der Verein will konsequent vorgehen.

Vermummte Übeltäter in der Nordkurve haben gegen 1899 Hoffenheim für einen Hass-Eklat im Borussia-Park gesorgt. Der Verein will konsequent vorgehen.

Mönchengladbach - Große Mobil-Machung bei Borussia! Gladbach fahndet nach den Chaoten, die beim vergangenen Liga-Duell gegen 1899 Hoffenheim mit einem Hass-Eklat gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp (79) beinahe einen Spielabbruch provoziert hätten. „Wir wollen diese Zerstörer finden!“ – so lautet die klare Ansage von Fohlen-Manager Max Eberl (46).

Präsident Rolf Königs hatte Konsequenzen angekündigt

Bedeutet: Der sogenannten Szene der Problemfans wird von den Machern und Entscheidern im Borussia-Park mehr als auf den Zahn gefühlt. Bereits auf der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr, nach den Hass-Exzessen im Borussia-Park gegen Ex-Leipzig-Coach Ralf Rangnick (61), hatte Gladbachs Präsident Rolf Königs (78) verlauten lassen: „Das lassen wir nicht durchgehen. Das wird sich nicht wiederholen, sonst passiert was.“

Borussias Präsident Rolf Königs (r.) und Geschäftsführer Stephan Schippers wurden bereits bei der Mitgliederversammlung 2019 mit dem Thema Chaoten im Fan-Block von den eigenen Mitgliedern konfrontiert.

Borussias Präsident Rolf Königs (r.) und Geschäftsführer Stephan Schippers wurden bereits bei der Mitgliederversammlung 2019 mit dem Thema Chaoten im Fan-Block von den eigenen Mitgliedern konfrontiert.

Es hat sich jedoch wiederholt. Und offenbar passiert in der Tat was beim VfL: Die große Mobilmachung gegen die Chaoten, die Eberl zunächst „Hornochsen“ nannte – nun sind es „Zerstörer der Fankultur“ (lesen Sie hier mehr). Eberl führt weiter aus: „Das Thema hat uns alle sehr belastet. Wir haben in den vergangenen Tagen sehr viele Gespräche geführt und werden auch noch viele Gespräche führen. Intern, mit der Fanszene. Wir sind gegen Abgrenzung und jeglicher Art der Hetze – in welcher Form auch immer.  Für uns geht es darum, die Täter, auch die Mittäter, zu ermitteln. Uns geht es nicht nur darum, die zu finden, die das Banner gehalten haben, sondern auch Menschen, die diese radikale Gruppe unterstützen.“

Manager Max Eberl mit klarer Ansage: Gemeinsam mit der Polizei sollen die „Zerstörer“ ermittelt werden.

Manager Max Eberl mit klarer Ansage: Gemeinsam mit der Polizei sollen die „Zerstörer“ ermittelt werden. 

Er betont erneut: „Wir wollen die Zerstörer finden!“ Nicht nur das: Sollten sich in Zukunft erneut Übeltäter im Gladbacher Block daneben nehmen, soll es auch eine eindeutige Reaktion der Fohlenelf geben. Eberl sagt: „Wir im Sport haben für uns entschieden, sollte so etwas oder Vergleichbares noch einmal passieren und der Schiedsrichter würde das Spiel unterbrechen, dass wir dann als Mannschaft vom Platz gehen würden. Um ein klares Statement abzugeben.“ Borussia macht mobil.

In Sachen weitere Details hält sich Eberl vorerst noch zurück. „Wir werden diesen Menschen die Stirn bieten. Wir können es eingrenzen, wir kennen diese Zerstörer, aber wir müssen sie noch identifizieren. Es gibt da auch keine Erklärungen für mich, warum dieses Banner gezeigt wurde. Das ist absolut zu verachten. Und dementsprechend gehen wir auch so vor, wie wir jetzt vorgehen.“ Gemeinsam mit der Polizei sollen die Ermittlungen forciert werden.

Der DFB ermittelt ebenfalls, der Borussia droht eine Strafe. Eberl: „Ich weiß nicht, was da auf uns zukommt. Die Bandbreite ist ziemlich groß.“