Jahr der Wahrheit Millionen-Flop oder erfüllte Gladbach-Hoffnung?
Robin Hack, Tim Kleindienst und Shuto Machino
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Als Shuto Machino vor zwölf Monaten bei Borussia Mönchengladbach aufschlug, waren die Hoffnungen in ihn gigantisch. Doch diese konnte der japanische Angreifer nicht im Ansatz bestätigen.
Seine zweite Spielzeit am Niederrhein wird nun zur Nagelprobe. Schafft er endlich den Sprung oder folgt die nächste Saison zum Vergessen? Für Machino steht alles auf dem Spiel. Das berichtet der „Kicker“.
Gladbach setzt bei Machino auf das zweite Jahr
Die missratene Vorbereitung im Sommer 2025 wird als einer der Kernpunkte für seinen Fehlstart angesehen. Ewig lange zogen sich die Gespräche mit Holstein Kiel, ehe der Deal für beinahe sieben Millionen Euro endlich in trockenen Tüchern war. Dadurch verpasste Machino nicht nur das Trainingslager, sondern wurde obendrein von Wadenbeschwerden gestoppt. Ein geregeltes Training war so undenkbar.
Dem Stürmer fehlte die Matchpraxis, weshalb er sich durch die Anfangsphase der Saison kämpfte. Seine Ausbeute war nach der starken Zeit in Kiel mit elf Treffern und vier Vorlagen eine herbe Enttäuschung: Bei 31 Liga-Spielen für die Borussia durfte er nur neunmal von Beginn an ran und traf dabei nur dreimal ins Tor. Einen wirklichen Push gab es auch durch die WM nicht. Erst durch die Verletzung von Wataru Endo rutschte Machino nachträglich ins Aufgebot und erhielt nur eine Einwechslung, ehe Japan im Sechzehntelfinale mit 1:2 an Brasilien scheiterte.
Trotzdem ist man bei der Borussia vom Japaner überzeugt und setzt auf einen Leistungssprung in der kommenden Saison. „Wenn man seine Vita sieht, war das zweite Jahr immer deutlich besser als das erste. Da liegt eine Hoffnung drin, aber meinerseits auch eine Erwartung an Shuto“, sagte Coach Eugen Polanski vor dem Start in den Urlaub. Die eigene Einschätzung des Angreifers sei dabei entscheidend: „Er ist selbst unzufrieden. Das ist der beste Punkt, sich zu verbessern.“
Rückendeckung gibt es ebenso von Sportchef Rouven Schröder, der ihn aber auch klar in die Verantwortung nimmt: „Wir sind froh, dass das zweite Jahr kommt. Er hat eine Riesenqualität, ist ein gestandener Spieler. Er muss das Bewusstsein haben, abzuliefern und an seine Stärke glauben. Manchmal wirkt es so, als wüsste er gar nicht, was er alles kann.“ Man rechnet sogar damit, dass Machino seinen WM-Urlaub vorzeitig beendet, um bei der so wichtigen Vorbereitung nichts zu versäumen.
Selbstvertrauen wird Machino dringend benötigen, da der Konkurrenzkampf in der Offensive zugenommen hat. Mit Isac Lidberg kam ein weiterer Angreifer hinzu, der neben Tim Kleindienst spielen könnte.
Darüber hinaus bewerben sich diverse andere Akteure für die Position der hängenden Spitze oder für die linke Außenbahn. Jetzt ist es an Machino, seinen unschätzbaren Wert für das Team zu demonstrieren. (red)