Kabinen-LapsusGladbach-Trainer Blessin landet bei seinem Ex-Verein

Alexander Blessin als Trainer klatschend

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Alexander Blessin als Trainer klatschend

Aktualisiert

Bei seinem Wiedersehen sorgt Gladbach-Trainer Blessin für einen echten Brüller.

Am Millerntor gab es zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC St. Pauli ein 1:1. Im Mittelpunkt des Geschehens vor 17.859 Fans stand allerdings das Comeback von Alexander Blessin.

Für den 53-Jährigen, der bis zum Sommer für zwei Jahre die Verantwortung beim Kiez-Klub hatte, kam es bei der Rückkehr zu einem amüsanten wie peinlichen Irrtum. Zur Pause ereignete sich der Lapsus: Blessin steuerte geradewegs auf die Umkleide seiner früheren Mannschaft St. Pauli zu!

Blessin über Kabinen-Irrtum: „Ich musste selber schmunzeln“

Den peinlichen Moment erläuterte der Gladbach-Trainer im Anschluss selbst: „Ich war völlig im Tunnel mit den Dingen, die wir in der Pause ansprechen wollen, welche Szenen wir zeigen wollen. Ich bin nach zwei Metern sofort wieder raus und hab gedacht: Ich bin hier falsch. Ich musste selber schmunzeln.“ Das berichtet „bild.de“.

Auf dem Rasen sah es für die Gladbacher unterdessen anfangs richtig gut aus, speziell in der ersten halben Stunde. Die Fohlenelf machte Druck, aber Angreifer Kleindienst fehlte das Glück. Nach zwei Patzern von St. Paulis Kapitän David Nemeth (5./13.) verhinderte erst Keeper Ben Voll zusammen mit dem Aluminium einen Treffer aus fünf Metern (14.), dann landete sein Kopfball ebenfalls am Gebälk (15.).

Der fünfte Versuch saß dann aber: Kleindienst war nach einem Eckball da und nickte zur 0:1-Führung ein (16.). Dieses Gegentor wirkte wie ein Weckruf für die Hamburger, die ohne etliche Nationalspieler wie Eric Smith, Connor Metcalfe und Abdoulie Ceesay auskommen mussten und zudem auf weitere angeschlagene Akteure verzichteten.

Ein rüdes Foul von Gladbachs Hashioka an Louis Oppie in der 29. Minute war die endgültige Initialzündung. Marcel Rapp (47), der Coach von St. Pauli, kommentierte: „Ab da waren alle richtig on fire. Davor war es auch okay, aber ab dem Foul war es so: Jetzt spielen wir richtig Fußball“.

Die Hausherren bestimmten von da an die Partie. Martijn Kaars ließ die beste Möglichkeit zum Ausgleich liegen, als er die Kugel aus sieben Metern neben den Kasten setzte (44.). Auch nach dem Seitenwechsel machte St. Pauli weiter Druck.

Bevor der Ausgleichstreffer fiel, kratzte Abwehrmann Lars Ritzka einen Ball per Kopf von der Linie und verhinderte so das 0:2. Und dann schlug die Stunde von Ricky-Jade Jones: Der Joker hob das Spielgerät in der 75. Minute mit einem Traum-Lupfer aus 23 Metern über Keeper Batz hinweg zum 1:1-Endstand in die Maschen.

Dieser Geniestreich versetzte selbst die Trainer ins Staunen. Blessin, der den Engländer aus der letzten Saison kennt, meinte schmunzelnd: „Er macht die einfachen ja nicht, aber bei den schweren kommen Dinger raus, wo du denkst, wo zaubert er denn so was her?“.

Sein Gegenpart Rapp zeigte sich ebenfalls baff: „Man nimmt Ricky als jemanden wahr, der sehr schnell ist. Aber er macht auch im Training gute Sachen. So was habe ich jetzt noch nicht gesehen.“ (red)