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Von Jannik Sorgatz

Rose: „Im Hier und Jetzt leben“ Doch am „Tag X“ fordert er einiges von den Fohlen

Marco Rose will, dass bei Borussia Mönchengladbach möglichst groß gedacht wird, wenn der Ball wieder rollt in der Bundesliga.

Marco Rose will, dass bei Borussia Mönchengladbach möglichst groß gedacht wird, wenn der Ball wieder rollt in der Bundesliga.

Mönchengladbach - „Es ist wichtig, im Hier und Jetzt zu leben und die Dinge abzuarbeiten, die man beeinflussen kann.“ Diesen Satz hat Marco Rose (43) sinngemäß schon wie ein Mantra wiederholt, als von der Corona-Krise und der ersten Bundesliga-Pause ihrer Geschichte noch nichts zu ahnen war. Am Sonntag hat er ihn erneut ausgesprochen, bei seinem ersten medialen Auftritt seit einem Monat im „Sky“-Interview.

Marco Rose will der Politik keinen Druck machen

Borussias Trainer hat seinen Umgang mit der Situationen finden müssen wie jeder andere Mensch. Auch er musste um Zuversicht ringen und irgendwann den Fernseher abschalten, weil es ihm zu viel wurde. Wann geht es weiter? Wann sollte es weitergehen? Bei diesem Thema hält sich Rose betont zurück.

„Wir tun gut daran, nichts zu fordern. Die Entscheidungen, die die Politik im Moment treffen muss, sind schwer genug. Deswegen sollten wir nicht anfangen, über Daten zu reden, die irgendjemanden unter Druck setzen“, sagt er.

Der Fußball solle sich „nicht an die Spitze des Eisberges begeben“, so der Coach, „aber ich glaube schon, dass wir die Möglichkeit haben, den Leuten ein Stück weit Perspektive und Zuversicht zurückzugeben, wenn sie am Samstagnachmittag bei einem Kaffee oder einem Bierchen ihre Mannschaft von zu Hause anfeuern können.“

Borussia Mönchengladbach arbeitet auf „Tag X“ hin

„Irgendwann“ ist ein Wort, das Rose in der Laptop-Schalte mit Moderator Jörg Wontorra (71) oft benutzt. Wie soll es auch anders sein? Doch bei allem Leben im Hier und Jetzt hat Rose genaue Vorstellungen davon, worauf es ab dem „Tag X“ ankommen wird: „Grundsätzlich ändern sich unsere Ziele nicht. Wir sind jetzt vorne dabei und haben immer gesagt, dass wir da bleiben wollen. Das werden wir den Jungs natürlich noch mal sagen, dass die letzten neun Spiele dafür wichtig sind.“

Rose weiter: „Trotz der ungewohnten Situation geht es um sehr viel, wenn es weitergeht. Und ich bin ein Trainer, der einfach Dinge einfordert, wenn wir rausgehen auf den Rasen, die zu erfolgreichem Fußball dazugehören. Da lasse ich auch keine Luft ran. Im Moment vielleicht ein bisschen mehr, weil es darum geht, die Jungs bei Laune zu halten. Aber irgendwann werden wir auch das Thema wieder hochfahren.“

Rose: Fans können Spiele beeinflussen

Am 11. März war Borussia Gastgeber des ersten Geisterspiels der Bundesliga-Geschichte. Der 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln sorgt dafür, dass die Fohlen vom vierten Tabellenplatz in den Endspurt gehen würden, der die Dinge noch einmal völlig auf den Kopf stellen könnte.

Für Rose war das Geister-Derby ein unliebsamer Vorgeschmack: „Das Wichtigste sind unsere Fans. Ein Spiel ohne Fans bedeutet schon einen riesigen Verlust für uns, weil sie uns in unserem Stadion pushen. Ich gehe sogar so weit, dass sie Saisons mitbestimmen und Ergebnisse mit ihrem Support beeinflussen. Das fehlt uns natürlich.“

Also müssten neue Wege der Motivation her. An Ideen, so klingt Rose jedenfalls, mangelt es ihm nicht. „Wir müssen realisieren, dass es trotzdem um die deutsche Meisterschaft und um Auf- und Abstieg geht“, sagt er. „Irgendwann dürfen die Fans wieder ins Stadion. Und dann wollen wir unsere mit einem Tabellenplatz begrüßen, den wir alle gemeinsam feiern können.“

Große Ambitionen mit Borussia Mönchengladbach

Aus dem Lucien-Favre-Credo, immer „von Spiel zu Spiel“ zu denken, hat Rose in seinen neun Monaten beim VfL die Marschroute gemacht: „Wir wollen Spiele gewinnen.“ Und an diesen Ambitionen soll sich unter keinen Umständen etwas ändern.

„Wir sind gut damit gefahren, keine plakativen Ziele rauszuknallen, die uns ständig vorgehalten werden“, sagt Rose. „Ich möchte, dass wir als Borussia Mönchengladbach möglichst groß denken. Das ist mir sehr wichtig.“ Das sei seine Mannschaft dem Verein und seiner Tradition schuldig – und natürlich den Fans.