Millionen-Deal für Stadionname Das plant Gladbach mit dem Geld
Stefan Stegemann, Hagen Lessing und Markus Aretz präsentieren den neuen Stadionnamen.
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Nach 22 Jahren ohne Namenssponsor für den Borussia-Park hat der Verein nun eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Ista geschlossen, die ab dem 1. Juli 2026 in Kraft tritt.
Geschäftsführer Stefan Stegemann stellte nun in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ klar, dass die Vermarktung des Stadionnamens zwar immer wieder ein Thema gewesen sei, der Verein bei der Partnerwahl aber bewusst „wählerisch“ agierte.
Gilt Stadion-Vertrag auch für die 2. Bundesliga?
Es sei von höchster Priorität gewesen, einen Partner zu finden, der zur Kultur, den Werten und den Bedürfnissen der Fans von Borussia Mönchengladbach passt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe es zwar einige „verlockende“ Angebote gegeben, die jedoch letztlich nicht als passend erachtet wurden.
Die Kooperation mit Ista, das im Sommer als Nachhaltigkeitspartner vorgestellt wurde, entwickelte sich schnell zu einer umfassenderen Zusammenarbeit. Laut Ista-CEO Hagen Lessing war der Austausch von Anfang an so konstruktiv, dass früh der Eindruck entstand, „hier entsteht etwas Großes“. Es habe dann die nötige Zeit gebraucht, um die Details auszugestalten.
Der nun geschlossene Vertrag hat eine anfängliche Laufzeit von fünf Jahren, wobei beide Parteien eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. „Es soll nicht nur eine Episode sein, wir wollen den Stadionnamen nicht alle fünf Jahre wechseln“, betonte Stegemann die Intention hinter dem Deal. Ista-CEO Lessing bestätigte dies und erklärte, dass nach fünf Jahren eine Bilanz gezogen werde, um zu entscheiden, ob Anpassungen nötig seien, die Partnerschaft aber grundsätzlich auf Langfristigkeit ausgelegt sei. Die finanziellen Einnahmen für Borussia werden auf einen Betrag zwischen viereinhalb und fünf Millionen Euro pro Saison geschätzt.
Für Ista sei die Partnerschaft nicht an den sportlichen Erfolg gekoppelt; vielmehr stehe die solide wirtschaftliche Führung des Vereins im Vordergrund. „Liebe kennt keine Liga“, betonte Lessing, was bedeutet, dass der Vertrag auch in der 2. Bundesliga Gültigkeit behielte. Die internationale Bekanntheit von Borussia sei zwar ein Kriterium gewesen, doch die seriöse Führung und die auf Werten basierende, berechenbare Ausrichtung des Klubs seien entscheidender.
Die zusätzlichen finanziellen Mittel, die nun planbar sind, sollen laut Stegemann in die ganzheitliche Entwicklung des Vereins fließen. Er verwies darauf, dass bei Borussia schon immer eine ausgewogene Strategie verfolgt wurde, bei der erwirtschaftetes Geld nicht nur in Spieler, sondern auch in die Infrastruktur investiert wurde. „Darum beneiden uns andere Vereine“, so Stegemann. Diese Balance zwischen sportlicher Entwicklung und infrastruktureller Optimierung soll beibehalten werden.
Das sportliche Ziel bleibe es, eine gute Rolle in der Bundesliga zu spielen, was situativ auch schnelle Handlungsfähigkeit erfordern könne. Das Geschäftsmodell, Spieler und die Mannschaft zu entwickeln, um darüber Transfererlöse zu erzielen, soll fortgesetzt werden. Jedoch gibt es auch konkrete Ideen für die Infrastruktur, die nun neue Impulse erhalten könnten.
Zu den angedachten Projekten gehören zwei neue Trainingsplätze sowie der Bau eines neuen Hauses für die Profis. Darüber hinaus erwähnte Stegemann Pläne, die Frauen- und Mädchenabteilung stärker in die Strukturen am Borussia-Park zu integrieren.
Stegemann gab ein klares Bekenntnis zur Vereinsstruktur ab und schloss einen Börsengang oder die Aufnahme von externen Investoren aus. „Borussia ist ein Traditionsverein, der für Werte steht“, sagte er und fügte hinzu, dass solche Modelle aktuell „kein Thema“ seien. Er versprach einen verantwortungsvollen und der Situation angemessenen Umgang mit den neuen Geldern. (red)
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