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Derby-Nachspiel Borussia-Fans sprechen von „massiver Polizeigewalt“ – mehrere Verletzte

Fans von Borussia Mönchengladbach zünden Pyrotechnik im Gäsetblock.

Fans von Borussia Mönchengladbach beim Spiel gegen den 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion. 

Das Nachspiel des Derbys zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln (3:3) erzeugt gewaltiges Aufsehen. Am Samstagabend (21. März 2026) sollen sich am S-Bahnhof in Merzenich bei Düren tumultartige Szenen abgespielt haben.

Ernste Anschuldigungen kommen von der Fanhilfe Mönchengladbach, die von „massiver Polizeigewalt“ redet. Ein öffentliches Statement erwähnt „Knüppelschläge auf Kopfhöhe, Pfefferspray im überfüllten Tunnel und Knie auf am Boden liegende Köpfe“. Angeblich gibt es einige Fans mit teils gravierenden Verletzungen. Im Netz verbreitete Videos und Bilder dokumentieren Menschen mit vermutlich gebrochenen Nasen sowie Platzwunden am Schädel.

Auseinandersetzung am Bahnhof in Merzenich zwischen Fans und Polizei

Dabei sollte eine massive Polizeipräsenz von mehr als 1400 Beamten genau das verhindern: Zusammenstöße von gewaltbereiten Fangruppen. Die Anfahrt der Ultras aus Gladbach zum Stadion war auch noch reibungslos verlaufen.

Die Lage spitzte sich aber nach Spielende in Merzenich zu, dem Ort, an dem zahlreiche Fans ihre Wagen abgestellt hatten. Ein heftiges Gedränge entstand auf der Treppe, die vom Gleis in eine Unterführung leitet, woraufhin die Situation angeblich entglitt. Das berichtet die „Aachener Zeitung“.

Aber was hat den Tumult überhaupt ausgelöst? Darüber gibt es völlig unterschiedliche Versionen. Laut Bundespolizei war der Anlass eine sexuell motivierte Beleidigung einer Beamtin durch einen Anhänger von Gladbach.

Als daraufhin die Identitäten von drei Tatverdächtigen aufgenommen werden sollten, habe dies zu einem „Solidarisierungseffekt“ und zu den Zusammenstößen geführt. Ganz anders beschreiben das jedoch Augenzeugen: Demnach sei es nur um eine unverfängliche Geste in der S-Bahn gegangen, eine Art Spiel. Einen solchen Effekt der Solidarisierung habe es in Merzenich nicht gegeben.

Ein Sprecher der Fanhilfe, der ungenannt bleiben will, zeigte sich schockiert und meinte, er könne sich „nicht an einen derartigen Polizeieinsatz erinnern, nicht einmal auf Europapokalreisen“.

Doch damit nicht genug des Ärgers: Bei der Ankunft an ihren Autos wartete auf die Fans ein schlimmes Erwachen. Bislang unbekannte Personen hatten bei mindestens 17 Fahrzeugen mit Gladbacher Nummernschildern die Reifen demoliert, anscheinend mit Bohrmaschinen. Die Untersuchungen in diesem Fall dauern an. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.