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Nachschlag für Gladbach Transfer von Ex-Talent bessert die Vereinskasse auf

Die einstige Franzosen-Fraktion bei den Gladbachern; v. li. Neuzugang Marcus Thuram (Gladbach), Alassane Plea (Gladbach), Michael Cuisance (Gladbach)

Die einstige Franzosen-Fraktion bei den Gladbachern; v. li. Neuzugang Marcus Thuram (Gladbach), Alassane Plea (Gladbach), Michael Cuisance (Gladbach)

Ein früherer Problemfall beschert Borussia Mönchengladbach eine willkommene, wenn auch kleine Finanzspritze! Die Rede ist von Michael Cuisance. Der Mann, dessen Zeit am Niederrhein von Höhen und Tiefen geprägt war, ist auf dem Sprung zum RC Lens, einem Teilnehmer der französischen Königsklasse.

Für den 26-Jährigen erhält Hertha BSC eine Summe, die mit Bonuszahlungen auf etwa fünf Millionen Euro steigen könnte. Und was hat Gladbach davon? Die Fohlen bekommen einen Teil des Kuchens ab!

Gladbach bekommt 75.000 Euro an Nachschlag erhalten

Verantwortlich hierfür ist die Fifa-Solidaritätsabgabe. Dieses Statut garantiert Vereinen, die einen Spieler ausgebildet haben, bei einem internationalen Wechsel eine finanzielle Entschädigung. Weil Cuisance während seines 18., 19. und 20. Lebensjahres für Gladbach registriert war, erhält der Verein 1,5 Prozent der kompletten Transfersumme.

Vorerst wandern garantierte 54.000 Euro von der Basisablöse von 3,5 Millionen Euro an den Niederrhein. Falls sämtliche Prämien fällig werden, könnte der Betrag auf bis zu 75.000 Euro klettern. Das berichtet „rp-online.de“.

Der Transfer nach Lens bedeutet für Cuisance nicht nur die Heimkehr, sondern auch ein Comeback im Rampenlicht des Top-Fußballs. Seit seinem Abschied von Gladbach im Jahr 2019 hat er mit dem FC Bayern München zwar serienweise Trophäen gewonnen, inklusive des Champions-League-Pokals, bestritt aber lediglich 13 Pflichtpartien.

Für die Münchner lief er in der Königsklasse kein einziges Mal auf. Nach einem Leih-Intermezzo bei Olympique Marseille fand er zuletzt bei Hertha BSC in der 2. Bundesliga seine sportliche Heimat. Dort war er eine feste Größe und ein wichtiger Spieler. Seine 69 Partien für den Hauptstadtklub sind sein persönlicher Rekord bei einem Verein.

In seiner Zeit bei Borussia wurde der Franzose anfangs als Ausnahmetalent gefeiert, besonders nach seinem ersten Bundesliga-Auftritt 2017 unter Coach Dieter Hecking. Allerdings behinderten Fehltritte außerhalb des Spielfelds seinen Fortschritt.

Obwohl sein Abschied kompliziert war, hat sich der Deal für Borussia schon früher gelohnt: Einst für lediglich 250.000 Euro verpflichtet, gaben die Fohlen ihn später für satte acht Millionen Euro an den FC Bayern ab. Die aktuelle Prämie ist quasi ein netter finanzieller Nachtrag. In Lens wird Cuisance nun von Dino Toppmöller, dem Ex-Coach von Frankfurt, trainiert. Sein Ausbildungsverein SC Schiltigheim kann sich ebenfalls über eine Summe von bis zu 13.000 Euro freuen. (red)