Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Nach ZDF-Enthüllung Gladbach beendet umstrittene Sponsoring-Partnerschaft

Innenansicht eines beleuchteten Fußballstadions mit Fans

Ein Fußballstadion mit vielen Zuschauern und Spielern auf dem grünen Rasen (Symbolbild).

Borussia Mönchengladbach löst seine Kooperation mit dem Wettanbieter AYX auf und zieht damit die Konsequenzen aus neuen Berichten über einen seiner Sponsoren. Die erst im Jahr 2023 begonnene Partnerschaft mit dem chinesischen Konzern wird infolge von Enthüllungen in einer ZDF-Dokumentation beendet.

Markus Aretz, der Geschäftsführer, bestätigte diesen Vorgang der „Rheinischen Post“: „Wir haben uns in diesem Fall aufgrund der vorliegenden Berichte zu dem Schritt entschieden, da es mit unseren Grundsätzen als Klub nicht tragbar ist, die Zusammenarbeit fortzusetzen“.

Weitere Bundesliga-Vereine involviert

Die Maßnahme des Klubs ist die direkte Folge von Recherchen für die ZDF-Reihe „Crime Factories“. Journalisten des Formats „Die Spur“ enthüllten, dass AYX, der Sponsor der Gladbacher, Teil eines verbrecherischen Netzwerks sein soll. Demnach gehört die Firma laut IT-Analysen zur Yabo-Gruppe, einem Cybercrime-Syndikat aus China.

Schwerwiegende Verbrechen wie Geldwäsche, Menschenhandel und moderne Sklaverei werden diesem zur Last gelegt, welche sich unter anderem in berüchtigten Arbeitslagern in Sihanoukville, Kambodscha, zutragen sollen. Das berichtet „ZDFheute“.

Die Enthüllungen machen deutlich, dass es sich bei Gladbach nicht um einen Einzelfall handelt. Ebenso unterhalten die Bundesliga-Klubs Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen Sponsorenverträge mit Wettfirmen, die in Verbindung zum genannten Cybercrime-Syndikat stehen sollen.

Bei den Partnern handelt es sich konkret um Xing Kong (Dortmund) und Kaiyun (Leverkusen). Zur Lizenzlage dieser Firmen äußerte sich der Investigativjournalist Philippe Auclair in der ZDF-Doku kritisch. Laut Auclair: „Keines der Unternehmen, die mit Bundesliga-Vereinen zusammenarbeiten, verfügt über eine ordnungsgemäße Lizenz“.

Während Gladbach die Notbremse zieht, setzt Bayer 04 Leverkusen die Kooperation mit Kaiyun vorerst fort. Der Verein begründete dies in einer Mitteilung an das ZDF damit, dass die Anschuldigungen auf Indizien sowie anonymen Aussagen ohne direkte Verbindung zum Partner beruhen würden.

Man kündigte jedoch an, die Situation gemeinsam mit dem Sponsor fortlaufend zu bewerten. Von Borussia Dortmund oder der DFL liegt zu den Rechercheergebnissen bislang keine öffentliche Reaktion vor. Der exakte Zeitpunkt für die Beendigung der Kooperation bei Mönchengladbach ist noch unklar; auf der Vereinswebseite wird AYX momentan noch als internationaler Partner aufgeführt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.