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„Deprimiert und angefressen“ Polanski-Frust nach verspieltem Gladbach-Sieg

Eugen Polanski beim Spiel von Borussia Mönchengladbach im Stadion.

Eugen Polanski haderte nach dem spät verpassten Heimsieg von Borussia Mönchengladbach.

Nach dem Tiefschlag spät in der Nachspielzeit herrschte im Borussia-Park eine Stimmung, als sei Gladbach bereits abgestiegen. Dabei liegen die Fohlen vier Spieltage vor dem Saisonende nach dem 1:1 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 weiter fünf Punkte vor dem FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz.

„Es ist jeder deprimiert und extrem angefressen“, sagte Trainer Eugen Polanski über die Lage bei Borussia Mönchengladbach. Durch einen von Yannik Engelhardt völlig unnötig verursachten Foulelfmeter in der letzten Szene des Spiels verpassten die Borussen, sich wohl schon vorentscheidend abzusetzen.

Gladbach-Spiel gegen Mainz „extrem schwer zu verarbeiten“

Stattdessen steht nun am kommenden Samstag das wichtige Kellerduell beim VfL Wolfsburg an. „Es ist extrem schwer, das zu verarbeiten“, räumte Polanski ein.

„Es scheint so, dass der Weg von Borussia Mönchengladbach in dieser Saison ein ganz schwerer ist. Aber dann nehmen wir eben diesen schweren Weg und bestreiten ihn erfolgreich“, gab sich der Gladbacher Trainer kämpferisch.

„Wir müssen die Faust in der Tasche ballen und eine Trotzreaktion zeigen.“ Doch die Art und Weise, wie die Gladbacher in der zweiten Halbzeit fast schon um den Ausgleich bettelten und sich viel zu weit zurückzogen, wirft Fragen über das Nervenkostüm der Spieler auf. Sportdirektor Rouven Schröder wollte davon aber nichts wissen.

Vielmehr versuchte Schröder, im Moment der großen Enttäuschung das Positive zu sehen. „Wir hatten nach acht Spielen drei Punkte. Jetzt haben wir fünf Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis“, sagte Schröder.

„Dass wir uns kritisch hinterfragen müssen und nicht zufrieden sind, das ist doch klar“, sagte Schröder. „Wir müssen über den Strich und uns dann im Sommer ganz kritisch hinterfragen.“

Dann wird auch Polanski erklären müssen, warum die Borussen in der Rückrunde erst zwei Spiele gewonnen haben und immer noch zittern müssen. Doch aktuell steht der 40-Jährige trotz der gefühlten Niederlage gegen Mainz nicht zu Debatte. „Eugen ist unser Trainer“, stellte Schröder klar. (dpa)