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„Wichtiger als Fußball“ Private Gründe: Ex-Gladbach-Coach tritt vor WM-Premiere zurück

Dick Advocaat steigt aus dem blaugelben Mannschaftsbus.

Dick Advocaat hat Curacao zur WM geführt. Aus persönlichen Gründen hat er sein Amt nun aber niedergelegt.

Er führte Curacao zu seiner ersten WM-Teilnahme, doch er selbst wird die Endrunde verpassen.

Rund 100 Tage vor Beginn der WM ist Dick Advocaat als Nationaltrainer des deutschen Auftaktgegners Curacao zurückgetreten. Der Grund ist ein trauriger: die Krankheit seiner Tochter.

Dick Advocaat: „Familie wichtiger als Fußball“

„Ich habe immer gesagt, dass Familie wichtiger ist als Fußball. Das ist daher eine naheliegende Entscheidung“, wird der 78 Jahre alte Niederländer in einer Verbandsmitteilung zitiert. 

Der Nachfolger von Advocaat, der Curacao als kleinstes Land in der Geschichte zur WM führte, steht mit dem ehemaligen Schalke-Trainer Fred Rutten bereits fest. Rutten würdigte die Arbeit seines Landsmanns Advocaat. „Dick ist eine Ikone im Weltfußball. Es ist eine Ehre, seine Arbeit fortzusetzen“, sagte der 63-Jährige.

Die geglückte Qualifikation für die Endrunde bewertete Advocaat als „einen der Höhepunkte meiner Karriere. Ich bin stolz auf meine Spieler, mein Personal und die Vorstandsmitglieder, die an uns geglaubt haben.“

Advocaat war von November 2004 bis April 2005 Trainer bei Borussia Mönchengladbach, wo es für ihn aber nicht so erfolgreich verlief. Advocaat trat damals nach nur 18 Spielen zurück. Unter seinem Nachfolger Horst Köppel schafften die Fohlen den Klassenerhalt.

Curacao ist bei dem XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada am 14. Juni in Houston der erste Kontrahent der Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Weitere Gruppengegner sind die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) und Ecuador. (are/sid)