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Karl-Effekt als Plan Schröder mit klarer Ansage an Polanski: Mehr Mut, mehr Mohya

Trainer Eugen Polanski beobachtet im Gladbach-Training Wael Mohya.

Wael Mohya im Training: Trainer Eugen Polanski beobachtet das Top-Talent ganz genau.

Ein Name elektrisiert bei Borussia Mönchengladbach alle: Wael Mohya. Mit seinen 17 Jahren gilt das Angriffs-Talent als die heißeste Wette des Klubs auf die Zukunft. Seine Bewertung von 17 Millionen Euro macht ihn bereits heute zum teuersten Profi im gesamten Aufgebot der Fohlenelf.

Im Verein ist längst entschieden, dass Mohya in der anstehenden Spielzeit eine noch größere Funktion übernehmen und sich zu einer neuen Identifikationsfigur der Borussia entwickeln soll. Diese deutliche Marschroute wurde auch an seine Familie kommuniziert.

Fohlenfußball mit Wael Mohya

Rouven Schröder (50) gab Coach Eugen Polanski (40) die Anweisung, kühne Entschlüsse zu fassen und Angriffsfußball zu praktizieren, in dem Begabungen wie Mohya eine noch zentralere Rolle spielen. Gladbach soll endlich wieder mutig und attraktiv spielen – die Rückkehr zum Fohlen-Offensivfußball! Das berichtet „bild.de“.

Welches Potenzial in dem Youngster steckt, demonstrierte er auf beeindruckende Weise am 8. Juni 2025. Im Semifinale der U17-Meisterschaft schoss er Gladbach mit zwei Toren zu einem 3:1-Erfolg über den FC Bayern, für den damals Lennart Karl (18) auflief. Wenig später setzte Mohya seiner Performance im Endspiel gegen Leipzig (3:1) mit einem Treffer und einer Vorbereitung die Krone auf und sicherte den Titel.

In der abgelaufenen Saison gelang ihm als jüngstem Spieler und Torschützen in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in den Profibereich, wo er 17 Mal zum Einsatz kam und dabei zwei Treffer sowie eine Torvorlage verbuchte. Nachdem eine Verletzung ihn zu Saisonbeginn außer Gefecht gesetzt hatte, fanden seine ersten Partien ausgerechnet in der heiklen Phase des Abstiegskampfes statt. Künftig soll er mit seiner Lässigkeit und Freude am Spiel zu einer festen Größe in der Mannschaft werden.

Die Erwartungen am Niederrhein sind riesig: Mohya soll entweder im offensiven Mittelfeld oder auf dem linken Flügel den finalen Schritt zum Top-Spieler vollziehen und seinen Marktwert explosionsartig steigern. Die Vereinsführung um Geschäftsführer Stefan Stegemann (62) hat ihn mehrfach als den großen Hoffnungsträger hervorgehoben. Als leuchtendes Beispiel dient die Karriere von Bayerns Lennart Karl, der den Sprung in den WM-Kader schaffte.

Der Wirbel um Mohya ruft allerdings auch andere Akteure auf den Plan. Weil er die deutsche und die marokkanische Staatsbürgerschaft besitzt, ist ein wahrer Wettstreit der Nationalverbände um den Hochbegabten entbrannt. Marokko hat schon vorgefühlt und ködert ihn mit einem Platz im A-Team, um ihn als Aushängeschild für die Heim-WM 2030 zu etablieren. 

Der DFB steht damit massiv unter Druck. Der deutsche Verband muss handeln und dem Gladbacher Juwel eine überzeugende Perspektive bieten, um ihn nicht an die Konkurrenz zu verlieren – insbesondere, falls Mohya eine vergleichbare Leistungsexplosion wie Karl hinlegen sollte.

Mohya, der aktuell noch bei seinen Eltern unweit von Mönchengladbach lebt, wird innerhalb des Teams bereits sehr geschätzt und besticht durch seine positive Art und sein ständiges Lächeln. (red)