Borussia Mönchengladbach steht nach 16 Bundesliga-Spielen mit Gerardo Seoane auf dem zwölften Tabellenplatz. Eine Gladbach-Größe fällt nun ein erstes Urteil über den Fohlen-Trainer.
„Möchte ich widersprechen“Nach erstem Borussia-Halbjahr: Gladbach-Größe mit Seoane-Urteil

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Gerardo Seoane, hier am 20. Dezember 2023, steht nach 16 Bundesliga-Spielen mit Borussia Mönchengladbach auf dem zwölften Platz.
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16 Bundesliga-Spiele absolviert, Zeit für die ersten Bewertungen!
In der Schule gibt es zum Jahresende Noten, bei Borussia Mönchengladbach nicht. Fohlen-Ikone Berti Vogts (76) blickt aber dennoch zurück auf die ersten Monate von Gerardo Seoane (45) als Chefcoach bei Borussia.
Gladbach-Größe mit Seoane-Urteil nach erstem Bundesliga-Halbjahr
Den Schweizer erwartete bei Borussia eine alles andere als leichte Aufgabe nach insgesamt 16 Transfers im Sommer – und dem Verlust zahlreicher Leistungsträger.
Die Fohlen hatten die Möglichkeit, in der oberen Tabellenhälfte zu überwintern, standen bis zur 90. Minute beim 1:2 in Frankfurt auf dem neunten Platz. Dann kamen noch zwei späte Gegentore und der Absturz auf den zwölften Rang.
Kurz nach Beginn der Winterpause blickt Berti Vogts in einer Kolumne für die „Rheinische Post“ zurück – und fällt auch ein erstes Urteil über die Arbeit von Gerardo Seoane.
„Es sind erste Stimmen zu vernehmen, die Seoane in den Fokus nehmen bei der Kritik. Da möchte ich widersprechen“, sagt Borussias Rekordspieler. „Ja, er ist für die Teamstruktur und die Taktik verantwortlich. Und ja, nicht jeder Wechsel war vielleicht optimal. Aber das kriegt kein Trainer hin. Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die Seoane in Gladbach macht, was er sagt, hat Hand und Fuß, er setzt, wenn es möglich ist, auf junge Spieler.“

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Berti Vogts (r.) mit Borussias Vize-Präsident Rainer Bonhof am 12. September 2023.
Insgesamt acht Spieler, die jünger als 23 Jahre sind, setzte Seoane in seinen ersten 19 Pflichtspielen als Borussia-Trainer ein – und setzt damit den vorgegebenen Weg der Fohlen, wieder verstärkt auf Talente zu setzen, um.
„Seoane ist ein Trainer, wie ihn der Klub braucht. Aber er braucht natürlich mehr Erfolg, sonst verpuffen seine Ideen. Da nehme ich das Team total in die Pflicht“, erklärt Vogts.
Der 76-Jährige wünscht sich von den Vereins-Verantwortlichen, dass sie dem Schweizer weiter das Vertrauen schenken – und hofft auf Kontinuität im Klub: „Die Mannschaft hat in den vergangenen Jahren zwei Trainer verschlissen, nun werden Manager Roland Virkus und der gesamte Verein, und das ist richtig, voll hinter Seoane stehen. Alles andere würde mich sehr wundern.“
Berti Vogts ist mit 538 Pflichtspiel-Einsätzen Borussias Rekordspieler und zählt zu den Größen in der Vereinsgeschichte. Der 76-Jährige wurde 1972 mit Deutschland Europameister und feierte zwei Jahre später den zweiten WM-Titel des DFB. Als Bundestrainer führte er das DFB-Team 1996 zum EM-Titel.


