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Von Antje Rehse (are)

„Hauen und Stechen“ Ruhe oder Abstiegskampf? TV-Experten mit deutlicher Gladbach-Ansage

Sky-Experte Erik Meijer diskutiert mit Eugen Polanski.

Sky-Experte Erik Meijer, hier mit Eugen Polanski nach dem 0:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Leipzig, warnt die Gladbacher vor einer schweren Rückrunde.

Borussia Mönchengladbach hat sich unter Eugen Polanski stabilisiert, sich aus dem tiefen Tabellenkeller ins Mittelfeld vorgearbeitet. Zwei Niederlagen vor der Winterpause trübten aber den Jahreswechsel.

Ist die Fohlenelf dennoch aus dem Gröbsten raus? Zwei Sky-Experten finden mahnende Worte. „Nein, Gladbach ist noch nicht raus“, sagte Erik Meijer auf Anfrage von GladbachLIVE bei einer Medienrunde von „Sky Sport“. „Das hat auch das Testspiel gegen Hannover gezeigt.“

Ex-Bundesliga-Stürmer: Trügerische Ruge bei Borussia

Im Rahmen des Trainingslagers in Belek hatte die Polanski-Truppe gegen den Zweitligisten mit 0:3 verloren. „Sie sind noch immer auf der Suche nach der Lösung, um diese Mannschaft wieder ins Gleichgewicht zu bekommen“, so der frühere Bundesliga-Stürmer.

„Sie fangen einfach viel zu viele Gegentore, die viel zu leicht sind“, bemängelte er vor allem die Gladbacher Defensive. „Wenn vorne auch noch dein Stürmer verletzt ist, dann wird es schwierig, das zu kompensieren. Die werden bis zum Ende der Saison kämpfen müssen.“

Gladbach musste bislang im Saisonverlauf fast komplett auf Nationalstürmer Tim Kleindienst verzichten, der allerdings von Haris Tabakovic ordentlich vertreten wurde (sieben Tore, zwei Vorlagen).

Meijers Sky-Kollege Patrick Helmes bezeichnete die Ruhe vor dem Restart als „trügerisch“: „Eugen hat es geschafft, diese paar Spiele so hinzubekommen, dass sie mal nach unten rauskommen. Aber ich finde, sie stehen so eng noch da, dass die Gefahr, nach unten zu rutschen, einfach absolut gegeben ist.“

Auch Helmes hält ein baldiges Kleindienst-Comeback für wichtig. „Er fehlt fast ein ganzes Jahr schon. Keiner weiß, wann er zurückkommt. Ja, sie improvisieren das vernünftig, aber der Kader ist jetzt nicht so attraktiv, dass man sagt, die kommen da mal locker raus. Das glaube ich einfach nicht“, so der frühere Nationalstürmer. Beim Verein hofft man nach zwei Eingriffen bei Kleindienst am Knie auf ein Comeback im Januar, spätestens im Februar.

Gladbach startet mit dem richtungsweisenden Duell gegen den FC Augsburg ins neue Jahr (Sonntag, 15.30 Uhr, DAZN). Anschließend stehen in der Englischen Woche die Spiele bei der TSG Hoffenheim (Mittwoch, 20.30 Uhr, Sky) sowie am darauffolgenden Samstag (15.30 Uhr, Sky) auf dem Programm.

Helmes sieht schwere Zeiten auf Borussia zukommen – und einen harten Abstiegskampf. „Die Gladbacher werden, genauso wie die Kölner hier im Rheinland, eine schwere Rückrunde haben, weil einfach die Mannschaft auch nicht mehr hergibt. Da braucht man auch nicht viel träumen. Die sehe ich nicht weiter oben. Und deshalb wird das da ein Hauen und Stechen“, glaubt Helmes.