Überheblich? Gladbach plant schon Testspiel statt Relegations-Krimi
Rouven Schröder, Sportdirektor Borussia Mönchengladbach, geht davon aus, dass es im Tabellenkeller bis zum Saisonende eng bleibt. Und doch plant die Borussia bereits einen Testkick, nur einen Tag vor einem möglichen Relegationsduell.
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Ist das schon purer Leichtsinn? Fünf Runden vor dem Saisonfinale ist die Situation für Borussia Mönchengladbach im Tabellenkeller immer noch gefährlich. Gerade einmal fünf Zähler trennen sie momentan vom Relegationsrang.
Sollte es gegen Mainz am Sonntag (19.30 Uhr) eine Pleite geben, könnte der Abstand auf winzige zwei Punkte zusammenschmelzen. Anschließend geht es noch gegen die harten Brocken Wolfsburg, Dortmund, Augsburg und Hoffenheim.
Doch diese heikle Lage scheint die Verantwortlichen am Niederrhein nicht davon abzuhalten, die Relegation mental schon zu den Akten zu legen. Ein Blick auf die Webseite des SC Spelle-Venhaus enthüllt: Der VfL hat ein Freundschaftsspiel gegen den Oberliga-Klub vereinbart. Am Mittwoch, dem 20. Mai, soll die Partie um 18.30 Uhr angepfiffen werden.
Testkick am Abend vor möglichem Relegationsduell angesetzt
Der Klub, der nahe Rheine beheimatet ist – dem Herkunftsort von Gladbachs Finanzchef Stefan Stegemann (62) – zelebriert sein 80. Gründungsjubiläum. Für 15 Euro gibt es Karten für die Stehplätze, wie „bild.de“ berichtet.
Was diese Terminansetzung so brisant macht: Das erste Relegationsduell zwischen dem Bundesliga-Sechzehnten und dem Team auf Platz drei der 2. Bundesliga ist für Donnerstag, den 21. Mai, terminiert. Die wahrscheinliche Anstoßzeit ist 20.30 Uhr. Ein Testkick am Abend vor einem derart entscheidenden K.-o.-Spiel erscheint wenig durchdacht.
Dieser Plan kollidiert frontal mit den früheren Worten von Rouven Schröder (50). Der Manager hatte wiederholt gewarnt: „Es stehen so viele Teams da unten nah beieinander, ich gehe davon aus, dass es bis zum Ende eng bleiben wird.“
Als er nach der 0:1-Niederlage in Leipzig bei Sky zur Analyse der Spielzeit befragt wurde, meinte er: „Die Saison ist noch nicht vorbei, erstmal müssen wir den Klassenerhalt schaffen. Und dann wäre es ja fatal, wenn wir nicht analysieren, was wir besser machen können.“ Während diese Äußerung die Debatte um den Trainerposten am Leben hält, wirft die Ansetzung des Testspiels weitere Fragen auf. (red)
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