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„Auch dafür stehe ich jeden Tag auf“ WM-Hoffnung: Gladbach-Star Kleindienst zeigt sich kämpferisch

Tim Kleindienst vor dem Spiel im Interview.

Tim Kleindienst vor dem Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05. 

Für Tim Kleindienst ist es die wohl bisher härteste Prüfung seiner Karriere. Seit Monaten ist der Angreifer von Borussia Mönchengladbach zum Zuschauen gezwungen. Besonders im Abstiegskampf ist die passive Rolle eine Qual, was er beim 1:1 gegen Mainz wieder merkte.

„Du sitzt auf der Tribüne und kannst nicht mithelfen“, so sein frustriertes Fazit. Den Fohlen fehlt der 30-Jährige (sechs Länderspiele, vier Tore) als Leader, Knipser und Gesicht des Vereins an allen Ecken.

Kleindienst: „Vor allem das letzte Heimspiel nehme ich mir fest vor“

Aber ein Lichtblick zeichnet sich am Horizont ab, denn der Plan für Kleindiensts Rückkehr steht! In der „Sport Bild“ formuliert er ein klares Ziel und nimmt die letzten beiden Saisonspiele ins Visier. „Vor allem das letzte Heimspiel nehme ich mir fest vor“, betont er, um endlich wieder das Gefühl zu haben, „auch im Wettkampf zu funktionieren“. 

Die Rückkehr ist ein hartes Stück Arbeit, aber die Entwicklung stimmt. Kleindienst absolviert bereits wieder Lauftraining und Einheiten mit dem Ball. Für die kommende Woche ist ein entscheidender Test geplant, der über seinen Einstieg ins Mannschaftstraining entscheiden soll.

Eine Funktionsanalyse soll dabei prüfen, ob die Muskulatur bei Richtungswechseln, Sprints und Sprüngen den Belastungen standhält. Zur Erinnerung: Der Umfang seines Oberschenkels am verletzten rechten Knie war zwischenzeitlich sechs Zentimeter geringer als am linken.

Der Stürmer selbst klingt zuversichtlich: „Momentan läuft es, ich habe keine Probleme, darf es aber nicht übertreiben.“ Nun gehe es um das „Feintuning“ und den Aufbau von Substanz – also Ausdauer, Kraft und Explosivität. Das sei ein reiner Trainingsprozess, der seine Zeit benötige. Die positive Nachricht dabei: „Das Gute ist, dass mein Körper aktuell sehr schnell adaptiert.“

Die jüngere Vergangenheit war von Rückschlägen gezeichnet. Nach der Meniskus-OP im Mai 2025 und zwei Kurzeinsätzen im November war ein weiterer arthroskopischer Eingriff nötig. Angedachte Comebacks im Januar sowie im März scheiterten.

Kleindienst erklärt die Verzögerungen so: „Es gab nach dem Eingriff keine Rückschläge mehr, nur Phasen, in denen man nicht richtig vorankam.“ Kleinere Entzündungen im Knie hatten ihn ausgebremst. Sein Credo: „Man muss dem Gelenk dann Ruhe geben und kein Risiko eingehen, das habe ich ganz bewusst getan.“

Trotz der monatelangen Zwangspause hat er ein riesiges Ziel noch nicht aufgegeben: die WM. Dieser Traum diente ihm während der Reha als wichtiger mentaler Anker. „Auch für die WM stehe ich jeden Tag auf und arbeite am Fortschritt. Und solange mich niemand anruft und mir sagt, dass ich raus bin, wäre es unklug, dieses Ziel zu verwerfen. Die Chance ist nicht groß, aber sie ist auch nicht bei null.“

Sogar Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich schon bei ihm gemeldet. „Er hat mir mal eine Nachricht geschrieben und nach dem Ist-Zustand gefragt“, verrät Kleindienst. Er ist sich seiner potenziellen Rolle im Team bewusst, sollte er es noch schaffen. Aber die Hoffnung bleibt: „Aber vielleicht gibt es diesen einen besonderen Moment.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.